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Weiße Rebsorten

Klassiker und aromatische Sorten

Grüner Veltliner:

Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass sich Österreich dereinst einen Namen machen würde mit einer Rebsorte, deren Namen man außerhalb des deutschen Sprachraums kaum über die Lippen bringt. Grüner Veltliner ist nicht nur die am weitesten verbreitete Rebsorte hierzulande, die gehört uns auch fast ganz alleine. Sie zählt zu den Uraltsorten, die genaue Herkunft ist nicht mehr wirklich zu ergründen, klar ist nur, dass Traminer – wie so oft – ein Elternteil ist. Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Ein wichtiger Entwicklungsschritt, der den Grünen Veltliner auch qualitativ weiterbrachte, war die Hochkultur, die Lenz Moser in den 1930er jahren entwickelte und deren Siegeszug nach dem Frostjahr 1956 so richtig begann. Dass Veltliner hohe Komplexität entwickeln kann und auch hervorragend altert, glaubte man lange Zeit im Land selbst nicht. In mehreren internationalen „verdeckten“ Vergleichsverkostung (organisiert von Jan-Erik Paulson, Weinraritätenhändler, und Tim Atkins), die wahrscheinlich auch dazu beitrug, dass er heute die Boom-Rebsorte ist, hat er sich gegenüber namhafter Burgunder durchsetz und sich gewissermaßen als der spannendere „Burgunder“ erwiesen.

Veltliner ändert seine Geschmacksausprägung je nach Bodentyp, wodurch er wie Riesling dafür präsentiert ist, Terroir zu transportieren – pflegliche Behandlung im Weingarten und sorgfältige Vinifikation vorausgesetzt. Charakteristisch außer den Fruchtaromen nach Apfel, Birne und Grapefruit oder Ananas und einem gewissen Kräuteraroma ist das „Pfefferl“: eine je nach Boden mehr oder weniger stark ausgeprägte Würze, die an frisch gemahlenen Pfeffer erinnert. Veltliner ist nur mäßig anspruchsvoll, mag aber keine nassen Füße, d.h. ein guter Wasserabzug ist Bedingung. Er wächst auch auf sehr sandigen Böden, schätzt aber auch „Urgestein“ über alles, wo er einen stahligen, feinwürzigen und eleganten Aromatypus entwickelt, sowie Lössböden und Flysch. Unerwünscht ist heute der so genannte „Sämlingston“ d.h. eine Note, die an die Aromatik der Scheurebe (Johannisbeere) erinnert, und sowohl auf ungünstige Klonauswahl (Mössmer-Klon) als auch auf unsensible Weinbereitung (z.B. starke Maischeschwefelung) zurückzuführen sein kann. Seine stilistische Bandbreite reicht von einfachen, jung zu trinkenden Tropfen bis zu hochkomplexen, individuellen und langlebigen Gewächsen, deren geschmackliche Ausprägung von den jeweiligen Bodentypen abhängig ist. Auch die Ausbaustile reichen von trocken (durchgegoren) bis zu Weinen im hohen Prädikatsbereich, die oft eine hochinteressante würzige Aromatik entwickeln und ihre Sortencharakteristik gut bewahren. Grüner Veltliner ist ziemlich frostständig, was ihn für kühlere Klimate ideal macht, und mittel bis spätreifend, was in ebendiesen kühlen Gegenden Probleme bereiten kann. Wenn auch Veltliner auf Gesteinsuntergrund hervorragende, langlebige und mineralisch-komplexe Weine bringt, so bilden doch Veltliner und Lössboden das „Traumpaar“ schlechthin. Und davon findet sich reichlich, vor allem in Niederösterreich, wo die größten Veltliner-Flächen zu finden sind. Löss besteht aus eiszeitlichen Quarzpartikeln, die angeweht wurden und sich an den Windschattenseiten in bis zu 25 Meter sicken Schichten angesammelt haben. Löss ist kalkhaltig mit einer hohen, aber nicht überbordenden, Wasserspeicherkapazität und bildet eine kompakte, dank Eisenoxidpartikel oft leuchtend gelbe Bodenmasse, aus der man Ziegel herausschneiden könnte. Veltliner gerät hier meist eher körperreich mit intensiven, fast dominanten Würznoten. Grüner Veltliner findet man vor allem in Niederösterreich und Wien, aber auch im Burgenland. Er ist mit mehr als einem Drittel der Gesamtrebfläche Österreichs die wichtigste Sorte. Selbst wenn die Rebfläche rein numerisch kleiner geworden sind, hat er keinesfalls an Bedeutung eingebüßt: Gerodet wurden Flächen, auf denen, etwa im nördlichen Burgenland, vor allem einfache Massenqualität erzeugt wurde.

Welschriesling:
Welschriesling ist eine alte Traditionssorte Mitteleuropas, die trotz ihres Namens nicht mit dem Riesling verwandt ist. Er schmeckt nach grünen Äpfeln, besitzt eine knackige, fast rassige Säure und eine herb-frische Note und wird hierzulande vor allem in zwei Stilrichtungen ausgebaut: als trocken durchgegorener, schlanker bis mittelkräftiger Wein ohne großes Lagerpotenzial, der als Sommerwein und Speisenbegleiter geschätzt wird und in den Heurigen des Landes reißenden Absatz findet, und als äußerst spannender, langlebiger und würzig-komplexer Wein im hohen Prädikatsbereich. Welschriesling ist neben Grünem Veltliner und Weißburgunder wegen seiner Fruchtaromatik und der kräftigen Säure ein beliebter Grundwein für die österreichische Schaumweinerzeugung.

Müller-Thurgau:
Müller-Thurgau oder Rivaner zählt gemeinsam mit Zweigelt zu den erfolgreichsten zart-duftig und leicht aromatisch im besten Fall an Muskat. Er wurde von Professor Hermann Müller 1882 angeblich aus Riesling und Silvaner gekreuzt; seit einigen Jahren weiß man jedoch aufgrund von Forschungsergebnissen der Weinbauschule Klosterneuburg, dass in Wirklichkeit Riesling und Gutedel das Elternpaar bilden. Der Rivaner ist ein beliebter Heurigenwein und hat kaum Lagerpotenzial. Die Rebsorte war in den „Massen-Jahren“ recht beliebt, weil sie ob ihrer Robustheit auch in kühleren Gebieten ganz gut gedeiht, aber insgesamt vergleichsweise anspruchslos und einigermaßen ertragssicher auf nährstoffenreichen, tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung ist. Müller-Thurgau ist einer der ersten Weine, die nach der Ernte auf den Markt kommen (frühreifend) und hat vergleichsweise wenig Säure. Die Rebflächen in Österreich sind heute stark rückläufig, im hohen Prädikatsbereich wird er wegen seiner Aromatik geschätzt.

Morillon, Chardonnay:
Er ist der Global Player der weißen Burgunderfamilie mit hohem Anspruch und hierzulande mittlerweile in fast allen Weinbaugebieten zu finden. In der Steiermark heißt er Morillon, was von Morion, dem namen jenes Ortes in der Champagne hergeleitet wird, aus dem man nach der Reblauskatastrophe die ersten Edelreiser für die Neuauspflanzung in der Steiermark holte. Chardonnay hat eine gewisse Pikanz, die von einer deutlichen Säurestruktur herrührt und erinnert aromatisch an Bananen und Zitrusfrüchte. Er wird sowohl im Stahltank geradlinig, stahlig und schlank als auch im Holzfass einem füllig-cremigen Weintyp ausgebaut und ist ausgesprochen kompatibel für Barriqueausbau. Die größte Verbreitung findet er in der Südsteiermark, wo er schon seit rund 140 Jahren ansässig ist, im Nordburgenland rund um den Neusiedlersee und in Carnuntum.

Weißburgunder, Grauburgunder:
Weißburgunder (Pinot blanc, Pinot bianco) und Grauburgunder (Pinot gris, Pinot Grigio) kann man wohl als die in Österreich schon länger eingesessenen Anverwandten der Burgunderfamilie betrachten. Sie sind aromatisch eher zurückhaltend, können aber sehr körperreich werden. Weißburgunder hat charakteristischerweise feine Walnussaromen, vor allem wenn er etwas gereift ist. Grauburgunder erinnert am ehesten an Karamell und kann im Glas einen ganz zarten rötlichen Schimmer haben, der von den in der Reife leicht rötlichen Beerenhäuten herrührt.

Riesling, Weißer Riesling oder Rheinriesling:
Riesling ist wie Chardonnay ein Großer der weißen internationalen Rebsorten. Die Sorte ist seit Mitte des 15. Jahrhunderts nachzuweisen, allerdings in Deutschland. Riesling reift sehr spät und erbringt vor allem in kühleren Gebieten mit deutlichen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden und in Kombination mit steinigen Böden wie Schiefer oder Granit hervorragende Ergebnisse. Ideal für die Vollreife des Rieslings ist eine lange Schönwetterperiode im Herbst, die sich bis in den November und länger hineinzieht, wie z.B. im Herbst 2006. Österreichischer Riesling unterscheidet sich vom deutschen, der international angesichts der Erfolge der Letzten Zeit – wieder - die Messlatte ist, vor allem durch höheren Alkoholgehalt und durch den im Regelfall trockenen Ausbau, auch wenn Botrytis (Edelfäule), die mitverarbeitet wird, eine süße, an Honig erinnernde Note verleihen kann. Ob Botrytis belassen wird oder nicht, ist eine Frage der Philosophie. Ohne Botrytis schmeckt der Wein eher stahlig-geradlinig, mit Botrytis erhält er eine gewisse Opulenz und extraktsüße Noten. Riesling kann auch im edelsüßen Bereich hervorragende Ergebnisse liefern. Man findet ihn vorwiegend im kühleren Teil Niederösterreichs (Wachau, Kamptal, Kremstal, Donauland, Weinviertel): je nach weiter östlich, desto seltener wird er. Österreichischer Riesling hat sich am internationalen Markt ganz gut etabliert, bekam aber heftige Konkurrenz durch den Boom des Grünen Veltliners.

Sauvignon blanc:
Die aus Frankreich stammende Rebsorte, die derzeit international wie auch national einen deutlichen Aufschwung erlebt, ist bis heute eine Spezialität der Südsteiermark, wo sie schon zu Zeiten Erzherzog Johanns gepflanzt wurde und auch am stärksten verbreitet ist. Sie wird aber mittlerweile auch in den meisten anderen Weinbaugebieten mit gutem Erfolg ausgepflanzt. Sauvignon blanc hat eine stark ausgeprägte Aromatik, zeigt einiges an Säure und transportiert Mineralität sehr gut. Die geschmackliche Bandbreite ist groß: Jen nach Reifezustand und erwünschtem Stil reicht sie von grasig-vegetabil und an Tomatenstängel erinnernd über Brennnessel, Cassis und Stachelbeeren bis hin zu floralen Eindrücken sie süßlich duftenden Holunderblüten und exotischen Aromen nach Limetten und Lychees. Sauvignon blanc wird hierzulande hauptsächlich trocken und in Stahltanks ausgebaut, verträgt aber auch Holzunterstützung im Ausbau, sofern diese nicht übertrieben wird.

Gelber Muskateller:
Die erfolgreiche Muskat-Spielart für den österreichischen Typus ist „Muscat blanc à petits grains“. Im letzten Jahrzehnt entwickelte sich Muskateller in trockener oder maximal dezent restsüßer Ausbauform zu einem äußerst beliebten Aperitif. Er ist relativ dünnschalig und dadurch fäulnisanfällig, was zu einigen Mengenverlusten in schwierigen Jahren führt. In der Steiermark war er stark auf dem Rückzug, feiert aber vor allem in den letzten Jahren wieder fröhliche Urständ, wie alle aromatischen Rebsorten. Das ist zum Teil auch auf die boomende Asia- und Fusions-Küche zurückzuführen. Gelber Muskateller ergibt auch ungemein aromatische und einprägsame hohe Prädikatsweine.


Minderheiten als Spezialität

Traminer in den Spielarten Gelber Traminer, Roter Traminer, Gewürztraminer:
Man liebt ihn oder lehnt ihn ab - dazwischen geht fast nichts. Traminer ergibt sehr körperreiche Weine und wurde früher vor allem mit Restsüße ausgebaut. Seine ausgeprägte und leicht zuordenbare Aromatik erinnert an Veilchen, Lavendel, verblühte Rosen und manchmal auch an Kokosmark, Dörrobst oder Schokolade. Als Süßwein ist er nach wie vor sehr beliebt, wird in letzter Zeit aber auch verstärkt trocken und manchmal mit Holzunterstützung ausgebaut. Klöch in der Südoststeiermark galt schon immer als Hochburg, wobei sich die Qualitäten in den vergangenen Jahren wieder zum Besseren gewendet haben. Traminer schmeckt auch gut zur aromaintensiven Asia-Küche.

Muskat Ottonel, Scheurebe:
Beide sind sehr aromatische Sorten, denen im trockenen Ausbau keine allzu lange Lebenszeit beschieden ist, die aber als Süßweine wegen ihrer ausgeprägten Aromatik sehr beliebt und auch lagerfähig sind.

Zierfandler, Rotgipfler, Neuburger:
Die Rebsorten sind Spezialitäten, die, mit Ausnahme von Neuburger, der auch in Teilen Niederösterreichs zu finden ist, ausschließlich in der Thermenregion rund um Gumpoldskirchen kultiviert werden. Zierfandler und Rotgipfler, die im gemischten Satz Spätrot-Rotgipfler genannt werden, bringen eine gewisse Würzigkeit mit, die im Falle des Zierfandlers von exotischen Aromen ergänzt wird, im Falle von Rotgipfler an Äpfel und Birnen, ja ein bisschen an Grünen Veltliner erinnert. Alle drei Rebsorten eignen sich auch bestens zur Kelterung individueller Dessertweine.

Roter Veltliner:
Der Rote Veltliner ist mit dem Grünen Veltliner nicht verwandt, ebenso wenig wie mit Frührotem Veltliner, der hierzulande auch da Synonym Malvasier hat. Roter Veltliner findet man sehr häufig entlang des Wagrams (Weinbaugebiet Donauland). Er ergibt tendenziell eher kräftige, etwas neutrale Weine und schmeckt feinwürzig mit einem in guten Jahren auffallend feinmaschigen Charakter; die besten Roten Veltliner sind auch erstaunlich lagerfähig.

Furmint:
Der Furmint erlebt eben eine Renaissance in Rust, wo die bekannte Tokajer-Sorte auch auf eine lange Tradition zurückblicken kann und seinerzeit die für den klassischen Ruster Ausbruch hauptverantwortliche Rebsorte war.

 
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