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11.03.2017 - Der Weinjahrgang 2016

Ungewöhnliche Wetterphänomene sorgten 2016 ­weltweit für komplexe Rahmenbedingungen und für recht unterschiedliche Ergebnisse. Eine Übersicht.

Das aktuelle Weinjahr brachte frostbedingt in vielen österreichischen Regionen recht kleine Mengen. Die Qualität fiel aber in vielen Fällen herausragend aus, und die resultierende Nachfrage wird die notwendigerweise gestiegenen Preise schnell vergessen lassen.

Das Jahr 2016 wird Österreichs Winzern sicher lange in Erinnerung bleiben. Es war das zweitwärmste seit rund 250 Jahren Klimaaufzeichnungen. Die Kehrseite der Medaille ist die Menge.

Denn nach einem recht guten Start in das Frühjahr haben in vielen Regionen des Landes späte Fröste Ende April manchen Winzer bereits früh im Jahr seine Hoffnungen begraben lassen.

Der späte Frost Ende April traf vor allem die Steiermark, aber auch das Burgenland und einige Gebiete in Niederösterreich stark. In der Steiermark blieb den Winzern nur ein Viertel der normalen Erntemenge, im Burgenland erntete man die Hälfte des üblichen Ertrags. Die Weinernte betrug daher nur spärliche 1,8 Mio. Hektoliter, der Jahresdurchschnitt liegt bei etwa 2,5 Mio. Hektoliter.

Die Situation, die auf die Frostereignisse folgte, bescherte der gesamten Winzerschaft jede Menge Arbeit, leider auch jenen, die den Großteil ihrer Ernte ohnehin schon eingebüßt hatten. Das schwüle Klima während des späten Frühjahrs und der Sommermonate war einerseits gekennzeichnet durch hohe Temperaturen, die oft über der 30-Grad-Celsius-Grenze lagen, andererseits gab es immer wieder teils heftige Niederschläge.

Aufgrund des zeitweise tropischen Treibhausklimas waren aber auch die Winzer besonders gefordert, Krankheiten – wie Echten und Falschen Mehltau – hintanzuhalten.

Etwas stabileres Wetter ab Ende August und sehr gute Witterung ab Erntebeginn ließen die Winzer schließlich wieder berechtigt hoffen.



12.01.2017 - Weingut Keringer: Power-Winzer aus Mönchhof




Power-Couple: Marietta und Robert Keringer

Der Burgenländer Robert Keringer und seine Frau Marietta haben in nur 12 Jahren aus dem Nichts ein Paradeweingut geschaffen. Heute spielen sie in der Top-Liga der heimischen Weinszene mit. Und auch im Ausland schmecken Keringers Weine immer mehr.

Der Winzer hat in Robert Keringer schon immer geschlummert. Nur war der Mönchhofer lange nicht darauf programmiert. Keringer ging nämlich in die Wirtschaft: Er war acht Jahre bei Wunderlich-Rossbacher in Wien Produktionsleiter für den Magenbitter. Als Rossbacher im Jahr 2009 an Schlumberger verkauft wurde, wechselte Keringer und half das Beratungslabor Burgenland und Weinzentrum in Gols aufzubauen. „Über das Weinlabor bin ich zurück zum Wein gekommen“, sagt Keringer, dessen Wurzeln des Familienweinguts bis 1930 nachweislich zurückreichen. „In der Mönchhof-Geschichte ist 1930 eine Erntemeldung von Keringer zu finden.“

Start 2004 - Der erste vinifizierte Jahrgang war 2004 – und Keringer hat sich bestens eingeführt: „Wir haben mit unserer Grande Cuvée gleich den Salonsieger gemacht.“ Keringer konnte sich in der Branche schnell einen guten Namen machen – und dann hat das Ganze viel Eigendynamik bekommen. Das war vor 12 Jahren.

Heute – und unzählige Prämierungen später – verarbeitet Keringer rund 50 Hektar, 20 davon sind Eigenflächen. 75 Prozent seiner Weine sind rot. Mit Weißwein hat sich aber ein zweites starkes Standbein entwickelt. Vom Volumen her ist der gebietstypische Zweigelt die stärkste Sorte. Dann folgten Sankt Laurent und Blaufränkisch. Aber Keringer hält auch Überraschungen wie Ungewöhnliches parat: So pflegt der Mönchhofer die Rotweinsorte Rathay – eine vordergründig unspektakuläre Rebe, aber sehr farbintensiv, und wenn man im Weingarten penibel arbeitet, ausdünnt und nur geringe Erträge zulässt, „ist Rathay ein super Verschnittpartner“, betont Keringer. Daher verwendet ihn Keringer auch in seinen zwei bedeutendsten Cuvées: in seinem Top-Wein Massiv wie auch in seiner eleganten Grande Cuvée.

Kultwein Massiv - Der uneingeschränkte Top-Wein des Hauses ist kein Garagenwein. Vom Massiv, der nur in den besten Jahren entsteht, gibt es auch eine gute Menge, was das Können von Keringer einmal mehr unterstreicht. Aktuell kommt gerade der exzellente 2013er-Massiv auf den Markt, der von Vinaria als Tipp und mit vier Sternen ausgezeichnet wurde. Der gefragte Prestigewein besteht aus Blaufränkisch, Rathay, Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Der Wein zeichnet sich durch tolle Lagerfähigkeit aus.

Künftig gibt es auch einen weißen Massiv – für den Keringer seine besten Chardonnay Trauben verwendet. Der Wein aus dem Jahr 2015 wird verfeinert mit einem Schuss maischevergorenem Traminer im Ausmaß von zehn Prozent. Im Gegensatz zum roten Massiv, den Keringer zwei Jahre im Fass atmen lässt, hat er den weißen Massiv 13 Monate im Fass reifen lassen.

Breites Sortiment - Insgesamt haben die Keringers derzeit 23 verschiedene Weine im Sortiment. Neben dem Kultwein Massiv und seiner Grande Cuvée, die laufend Prämierungen abräumen, ist der Commander ein weiterer wichtiger Wein. Beim Commander hält der Winzer die St. Laurent-Fahne hoch – und erzeugt dabei Jahr für Jahr einen enorm fruchtigen Wein mit viel Trinkspaß. Nicht unerwähnt als Top-Weine dürfen auch die 100 Days-Weine des Hauses bleiben: Hier liegen Zweigelt, Shiraz, Cabernet Sauvignon und Merlot 100 Tage auf der Maische – daher ihr Name – und werden dann im neuen Holz ausgebaut.

Die 100 Days-Weine werden hauptsächlich in der gehobenen Gastronomie abgesetzt. Die Exportquote beträgt beeindruckende 30 Prozent. Keringers Weine finden sich bereits in Deutschland, der Schweiz, im Benelux, in Tschechien, Polen und sogar in China.

Die Kraft der Weine schöpfen diese ausschließlich aus Mönchhofer Lagen. Alle Weingärten liegen im Umkreis von zehn Kilometer, wo sehr unterschiedliche Bodentypen vorherrschen. Das Spektrum reicht von leichteren, schottrigen Böden mit Sand bis zu tiefgründigen und schweren Böden. Auch hinsichtlich der Lage gibt es in Mönchhof eine Besonderheit, denn hier fällt die Parndorfer Platte ab zur Tiefebene.

Lohn der harten Arbeit sind die vielen Auszeichnungen, die die Keringers in ihrem jungen Weinschaffen bereits gesammelt haben. Sie sind mehrfache Landessieger, bereits dreimal Salonsieger sowie seit Start mit dem Weingut im Jahr 2004 praktisch durchgehend Salonwinzer. Keringer ist bislang fünfmal „Bester Produzent Österreichs“ in Berlin geworden – und bekommt auch bei allen relevanten Wein-Guides ausgezeichnete Bewertungen.



25.11.2016 - FALSTAFF ROTWEINGALA 2016

Werner Achs FALSTAFF SIEGER 2016

DIE FALSTAFF-SIEGER

Allen voran galt es, die drei Falstaff-Sieger zu küren. Platz eins geht in diesem Jahr an das Weingut Werner Achs aus Gols. Der Burgenländer feiert damit den zweiten Rotwein-Sieg innerhalb von zwei Jahren, denn schon im Jahr 2014 konnte er sich die begehrte Trophäe sichern. Damals wie heute war es seine Top-Cuvée XUR, die die Jury mit der Bestwertung versah. Auf Platz zwei findet sich das Weingut Artner aus Höflein – ebenfalls ein Dauergast auf dem Siegertreppchen bei der Rotweingala. Heuer verpasste Peter Artner mit seiner Flaggschiff-Cuvée Amarok 2014 nur knapp den Gesamtsieg. Das Siegerpodest komplett macht auf Platz drei Gerhard Markowitsch aus Göttlesbrunn mit der Cuvée Rosenberg 2014. Der erfahrene Winzer ist eine der Leitfiguren der höchst erfolgreichen Weinbauregion Carnuntum, ohne die die Siegerbühne in den letzten Jahren sehr leer ausgesehen hätte.

DER JAHRGANG

»Der Jahrgang 2014 gab den heimischen Winzern einiges zum Auflösen auf«, resümiert Falstaff-Wein-Chefredakteur Peter Moser. Auch wenn es sich um keinen Jahrhundertjahrgang handelt, wurden Weine mit sehr gutem Trinkfluss produziert. Da die meisten österreichischen Weinkonsumenten im Alltag der Gruppe der Jungweintrinker zuzuordnen sind, wird ihnen dieser frische und bereits gut entwickelte Jahrgang möglicherweise sogar mehr entgegenkommen als ein sehr tanninreicher, bei dem sich die erste Trinkreife erst nach einigen Jahren einstellt. Außerdem ist einerseits der sowohl mengenmäßig wie qualitativ hervorragende Jahrgang 2015 nachgekommen, und andererseits erreichen die sehr guten 2013er nun langsam ein gutes Reifestadium. In dem riesigen Konvolut der in dieser Ausgabe publizierten Reserve Trophy stecken jede Menge Schmankerln, darunter auch noch einige Nachzügler aus dem Jahrhundert-Rotweinjahrgang 2011.

DIE SORTENSIEGER

Die Falstaff-Weinexperten verkosteten in den vergangenen Wochen über 1.100 Weine. Die herausragendsten davon bewertete die Fachjury unter der Leitung von Falstaff-Chefredakteur Peter Moser erneut. In diesem Finaldurchgang wurden aus den punkthöchsten Weinen die bereits erwähnten Falstaff-Sieger sowie die Falstaff-Sortensieger bestimmt:

•Blauer Zweigelt: Zweigelt Schüttenberg 2014, Weingut Hans und Philipp Grassl, Göttlesbrunn – Carnuntum
•Blaufränkisch: Blaufränkisch Perwolff 2014, Weingut Krutzler, Deutsch-Schützen – Südburgenland
•Cabernet Sauvignon: Cabernet Sauvignon Grand Cru 2014, Rotweinmanufaktur Wandraschek, Krems – Kremstal
•Cuvée: XUR 2014, Weingut Werner Achs, Gols – Neusiedlersee
•Merlot: Merlot Perfection 2014, Weingut Erich Scheiblhofer, Andau – Neusiedlersee
•Pinot Noir: Pinot Noir Reserve 2014, Burgundermacher Weingut Johann Gisperg, Teesdorf – Thermenregion
•St. Laurent: St. Laurent Apfelgrund 2014, Weingut Vinum Pannonia Allacher, Gols – Neusiedlersee

FALSTAFF RESERVE TROPHY 2016

Für die Reserve Trophy wurden auch in diesem Jahr wieder Spitzenweine verkostet, die länger als andere im Fass und auf der Flasche ruhen dürfen, bevor sie in den Verkauf gelangen. Die Zahl der eingereichten Weine hat mit 375 Produkten ein neues Rekordniveau erreicht, die Top-Weine lassen wahrlich keine Wünsche offen – die ersten beiden Weine wurden mit sensationellen 96 Punkten geadelt. Das große Teilnehmerfeld ist der beste Beweis für die ausgezeichnete qualitative Entwicklung der heimischen Rotweine.

Die Sieger im Überblick:

1Platz: Patriot 2012, Weingut Tesch, Neckenmarkt – Mittelburgenland
2Platz: Blaufränkisch Gager 2013, Weingut Gager, Deutschkreutz – Mittelburgenland
3Platz: Pinot Noir 2012, Josef Lentsch – Dankbarkeit, Podersdorf am See – Neusiedlersee

ROTWEIN GRAND PRIX 2016

Die geringeren Erntemengen und die nicht einfachen Bedingungen im Jahrgang 2014 haben den Falstaff-Verlag bestärkt, die Kategorie der jungen fruchtigen Rotweine gerade heuer auszubauen. Dass diese Entscheidung bei den Produzenten auf Gegenliebe gestoßen ist, zeigen die Zahlen. Nicht weniger als 333 junge, bereits am Markt verfügbare Rotweine wurden in den drei Gruppen Blauer Zweigelt, Blaufränkisch und Cuvée des Jahrgangs 2015 als empfehlenswert eingestuft. Siegerin des Rotwein-Grand Prix 2016 ist Jacqueline Klein aus Andau mit ihrem Zweigelt Exklusiv 2015, den besten jungen Blaufränkisch stellte das Rotweingut Iby aus Horitschon, und die beste junge Cuvée kommt von Claus Preisinger.
•Rotwein Grand Prix 2016 und 1. Platz in der Kategorie Zweigelt 2015: Zweigelt Exklusiv 2015, Weingut Jacqueline Klein, Andau – Neusiedlersee
•Blaufränkisch 2015: Blaufränkisch Classic 2015, Rotweingut Iby , Horitschon – Mittelburgenland
•Cuvée 2015: Heideboden 2015, Weingut Claus Preisinger, Gols – Neusiedlersee



06.10.2016 - Der perfekte Speisenbegleiter

An den Hängen des Leithagebirges gedeiht eine Vielfalt an Weiß- und Rotweinen, die ausgezeichnet mit der österreichischen Küche harmonieren.

Leithaberg muss man schmecken können!“ ist das Argument der führenden Winzer dieses Weinbaugebiets. Rund 70 an der Zahl, keltern sie entlang der 40 km Hanglagen des Leithagebirges Weiß- und Rotweine. Geprägt sind diese Weine zum einen vom Leithakalk, der ihnen eine salzige und/oder Grapefruit-Bitternote im Abgang verleiht; eine Mineralität, die man sowohl beim Weiß- als auch beim Rotwein findet. Zum anderen verleiht der Glimmerschiefer den Weinen eine dichte, engmaschige Struktur und gute Spannung.

Während Donnerskirchen mehrheitlich durch Schieferlagen geprägt ist, findet man in Purbach und Jois zwischen 75 % und 80 % kalkige Rieden. Auf rund 400 ha werden die Leithaberg-DAC-Weine aktuell gekeltert, langfristig sieht man das Potenzial für rund 1.500 ha. Was auch daran liegen mag, dass sich diese Weine aufgrund ihres Stils ideal als Speisenbegleiter eignen. Die Weißweine sind mehrheitlich aus der Burgunder-Familie (Chardonnay, Weißburgunder und Neuburger), vereinzelt – zwischen Donnerskirchen und St. Georgen – gedeiht auch Grüner Veltliner. Da die Weine generell trocken vinifiziert werden, ist das wichtigste Kriterium für universelle Speisenbegleiter erfüllt. Für die klassischen Gerichte unserer Küche, wie etwa Tafelspitz, Wiener Schnitzel oder Backhendl, sind alle Weine aus der Weißwein-Familie der Leithaberg DAC ideale Ergänzungen.

Durch die straffe Struktur und die teilweise salzigen Noten im Abgang werden die saftige Aromatik und der Fettgehalt der Speisen wunderbar ausgeglichen. Die Geschmacksknospen sind nach dem Genuss sauber und frisch für den nächsten Bissen. Seinen Fisch genießt der Österreicher mehrheitlich gebratenen: Zander, Saibling, Alpenlachs und Forelle brauchen aufgrund ihrer Konsistenz und ihres Geschmacks entweder einen Kontrapunkt oder einen stützenden Wein – perfekt harmonieren Leithaberg DAC Neuburger, Grüner Veltliner und auch Weißburgunder.

Die internationalen Fisch- und Meerestier-Gerichte in Österreichs Gastronomie sind mehrheitlich Jakobsmuscheln, Scampi und Thunfisch. Als Tatar oder gebraten harmonieren diese besonders ideal mit Leithaberg-DAC-Chardonnays, deren Holz sehr dezent eingebunden ist und nicht im Vordergrund steht. Die Mehrheit der Schweinefleisch-Zubereitungen – vom Schweinsbraten bis zum Schweinsfilet (Fischerl) – lässt zu Rotwein tendieren, obwohl auch ein gehaltvoller Weißwein in Betracht gezogen werden sollte. Wie zum Beispiel die Lagen-DAC-Weine, die aus älteren Rebanlagen stammen oder eben im Barrique ausgebaut werden. Diese Weine präsentieren sich gehaltvoll und körperreich und harmonieren sowohl mit Schweine- als auch Kalbfleisch.

Beim Rotwein keltern die Winzer Blaufränkisch mit vielschichtigen Fruchtaromen und einer straffen, dichten und meist engmaschigen Struktur. Die Säure stützt die Fruchtaromen am Gaumen, und der feinkörnige Gerbstoff machen diesen Blau­fränkisch-Stil zum universellen Speisenbegleiter. Rindfleisch, Lamm und Wildgerichte brauchen ob ihrer Zubereitung und der Aromen eine lebendige Struktur und – je nach Gericht – mehr oder weniger Grill- oder Röstnoten vom Barriqueausbau. Ähnlich wie beim Weißwein (Chardonnay) wird auch beim Rotwein die Intensität des Holzes in den Hintergrund ­gerückt. Daher harmonieren die Fruchtaromen, die dichte, lebendige Säure und das feste, feinkörnige Tannin sowohl mit Steaks, En­t­re­cotes als auch Maibock und Lammkoteletts.

Zusammenfassend kann man den Leithaberg-DAC-Weinen attestieren, ausgezeichnete Speisenbegleiter zu sein.




13.07.2016 - Domäne Wachau gewinnt Grüner Veltliner Grand Prix 2016

Grüner Veltliner Federspiel Pichl Point 2015

Grüner Veltliner, Österreichs bedeutendste Rebsorte, liegt voll im Trend. Nicht nur in seiner Heimat, längst auch über die Grenzen Österreichs hinaus ist der Veltliner geschätzt und gefragt. Die Palette seiner Ausdrucksformen reicht vom leichten Heurigenwein bis zum kapitalen Meditationswein, in jeder Kategorie kann der Veltliner zu den Besten zählen. Als besonders klassisch gilt der Grüne Veltliner im Bereich des Kabinettweins, jenem Segment, in dem die Sorte sehr typisch dargestellt werden kann.

Klare Sortentypizität

Dem »Falstaff«-Magazin ist es ein besonderes Anliegen, den Grünen Veltliner in seiner ursprünglichen Sortencharakteristik zu fördern. Es wurde daher vor einigen Jahren der »Grüne Veltliner Grand Prix« ins Leben gerufen, der dem Leser ein möglichst klares Bild der Sorte vermitteln soll. Gerade in einer Zeit, in der die moderne Kellertechnik bereits mehr Einfluss zu haben scheint als das Herkunftsgebiet und das Terroir, haben wir uns vorgenommen, den wirklich typischen Grünen Veltlinern eine Bühne zu bieten. Volle Entschleimung der Moste, Reinzuchthefen für spezielle Aromen, Kaltvergärung, kurze Verweildauer im temperaturgesteuerten Edelstahlbehälter und dergleichen mehr haben zu einer Uniformierung der Weißweine geführt, die bereits über die einzelnen Sorten hinausreicht. Veltliner mit Sämling-Noten, Veltliner mit Sauvignon-Blanc-Buketts, rieslinghafte Veltliner, burgundische Veltliner, im Barrique ausgebaute Veltliner – sie mögen alle für sich allein genommen gute Weißweine sein, die durchaus dem Publikumsgeschmack entsprechen. Aber eines haben sie gemeinsam (und wenn sie hundert Mal aus reinen Veltliner-Trauben erzeugt wurden): Sie bieten keine klare Sortentypizität. Wir haben uns daher wieder auf die Suche nach – unserer Meinung entsprechend – vorbildlichen Grünen Veltlinern begeben und nicht nach dem besten »Weißwein aus Grünen-Veltliner-Trauben« gesucht
Der Sieger Roman Horvath.
Der zweite Platz geht mit dem Grüner Veltliner Classic 2015 an Harald Ernst.
Platz 3 mit Grüner Veltliner Kremstal DAC Kremser Frauengrund 2015: Josef Dockner.

Die besten klassischen Veltliner

Das Fachpanel hat diese Anforderung sehr ernst genommen, und das Ergebnis ist der Beweis dafür. Unterstützt von der Niederösterreichischen Versicherung und im Zusammenwirken mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich wurden 52 der höchstbewerteten Weine aus der Sorte Grüner Veltliner der alljährlich durchgeführten NÖ Landesweinkost durch das Falstaff-Panel nachgekostet.

Den besten Weinen der Landesprämierung wurden 28 weitere, von Falstaff-nominierten Veltliner-Erzeugern, gegenübergestellt. Denn tatsächlich gewinnt der Erfolg eines noch unbekannteren, aber sehr guten Weins an Bedeutung, wenn dieser gegen namhafte Mitbewerber errungen wird. Schon in so manchem Jahr konnte sich ein Vertreter aus dem Pool der Landesweinkost durchsetzen und den ersten Rang belegen.

Von Anfang an haben wir uns für diesen Bewerb auf den klassischen Veltliner-Typ festgelegt, das heißt, die Weine müssen »extratrocken« ausgebaut sein, dürfen daher keinen Restzuckerwert aufweisen, der vier Gramm je Liter übersteigt. Der tatsächliche Alkoholgehalt ist mit 13 Volumsprozent nach oben gedeckelt.

Sieg für die Domäne Wachau

Der Jahrgang 2015 brachte nicht nur im Finale ein sehr gutes, homogenes Ergebnis. Die niederösterreichischen Grüner-Veltliner-Klassiker präsentieren sich sehr fruchtbetont und bereits sehr zugänglich. Trotz der warmen klimatischen Bedingungen des Jahrgangs 2015 ist ausreichend Säure vorhanden, um für Trinkvergnügen zu sorgen. Der erste Platz ging an die Domäne Wachau für das Federspiel der Ried Pichlpoint, den zweiten Rang belegt der ausgewiesene Grüner-Veltliner-Könner Harald Ernst aus Wiesendorf am Wagram, und der dritte Platz ging an den Grünen Veltliner Kremstal DAC Ried Frauengrund vom Winzerhof Dockner in Höbenbach.


»Es ist für uns in der Wachau gar nicht so einfach in der mittleren Kategorie Federspiel bei derartigen Verkostungen zu reüssieren, weil unsere Weine sehr straff und mineralisch sind. Der Jahrgang 2015 kommt uns da sehr entgegen. Beim Federspiel Pichlpoint 2015 haben wir sehr vom Boden und vom kühlen Klima profitiert.«
Roman Horvath, MW – Domäne Wachau

Die Top 3 im Überblick – alle ausgezeichnet mit 5 Sternen
1Platz: Federspiel Pichlpoint 2015, Domäne Wachau, Dürnstein
2Platz: Grüner Veltliner Classic 2015, Weingut Ernst, Großwiesendorf
3Platz: Grüner Veltliner Kremstal DAC Kremser Frauengrund 2015, Winzerhof Familie Dockner, Höbenbach

Den Preisträgern wurde nicht nur die prestigeträchtige Urkunde überreicht, sondern auch jeweils ein edler »Amadeo«-Decanter von Riedel.

Grüne Veltliner mit 4,5 Sternen
•Grüner Veltliner Traisental DAC Obere Steigen, Weingut Markus Huber, Reichersdorf
•Weinviertel DAC Obermarkersdorfer Nussberg, Weingut Wolfgang Seher, Platt
•Weinviertel DAC Classic, Weingut Waberer, Mistelbach
•Grüner Veltliner Classic, Weinbau und Heuriger Winter, Unterretzbach
•Grüner Veltliner Federspiel Ried Klaus, Weingut Familie Schmelz, Joching
•Grüner Veltliner Galgenberg, Winzerhof Stift, Röschitz
•Grüner Veltliner Kremstal DAC Senftenberger Piri, Wein.Gut Nigl, Senftenberg
•Grüner Veltliner Gaisberg, Weinhof Parzer, Oberfucha
•Grüner Veltliner Kamptal DAC Hasel, Weingut Allram, Strass im Strassertale
•Weinviertel DAC Reipersberg, Respiz - Hof Kölbl, Röschitz
•Weinviertel DAC Alte Reben, Weingut Dürnberg, Falkenstein
•Grüner Veltliner Traisental DAC Nussgarten, Weingut Herzinger, Nussdorf
•Weinviertel DAC Selection, Weingut Laurer, Deinzendorf
•Grüner Veltliner Kremstal DAC Kremser Kogl, Weingut Müller, Krustetten
•Grüner Veltliner Kremstal DAC Kremser Weingärten, Weingut Josef Schmid, Stratzing

Grüne Veltliner mit 4 Sternen
•Grüner Veltliner Federspiel Point, Weingut Johann Donabaum, Laaben-Spitz
•Grüner Veltliner »Emma«, Weinhof Hannes Edlinger, Röschitz
•Grüner Veltliner Mittelberg, Weingut am Berg, Mittelberg - Langenlois
•Grüner Veltliner Steinberg, Weinberghof Fritsch, Oberstockstall
•Weinviertel DAC Anthill, Weingut Reisinger, Hadres
•Weinviertel DAC Riede Hochstrass, Weingut Hofbauer-Schmidt, Hohenwarth
•Grüner Veltliner Kremstal DAC Neuberg, Weingut Meinhard Forstreiter, Hollenburg
•Grüner Veltliner Federspiel Achleiten, Weingut Karl Holzapfel, Weißenkirchen
•Grüner Veltliner Fass 4, Weingut Bernhard Ott, Feuersbrunn
•Grüner Veltliner Erste Versuchung, Weingut Glock, Göttlesbrunn
•Grüner Veltliner Kremstal DAC Kremser Weinberge, Weingut Franz Türk, Stratzing



25.06.2016 - Das sind die SALON Sieger 2015

Im Rahmen einer fulminanten Gala im Wiener Palais Coburg wurden die besten Weine Österreichs ausgezeichnet.

Der SALON Österreich Wein feierte auch heuer wieder die besten Weine aus dem größten Weinwettbewerb Österreichs und verlieh ihnen das Siegel SALON Wein 2015. Die 16 SALON Sieger wurden in einer Blindverkostung ermittelt und kommen jeweils aus einzelnen Rebsorten-Kategorien. Außerdem wurden von einer Experten-Jury bestehend aus Sommeliers, Weinjournalisten und Fachmedien aus 40 nominierten Weingütern und -kellereien zehn Betriebe als SALON Auserwählte ausgezeichnet.

Alle ausgezeichneten Winzer sowie Impressionen von der filminanten Gala in der Bilderstrecke.

Alle SALON Sieger und SALON Auserwählte wurden im Rahmen des SALON Gala Dinners am 23. Juni im Palais Coburg geehrt und kulinarisch von den vier österreichischen Spitzenköchen vom Koch.Campus – Harald Irka (»Saziani Stubn«, Straden), Philip und Helmut Rachinger (»Mühltalhof«, Neufelden an der Mühl) sowie Richard Rauch (»Steira Wirt«, Trautmannsdorf) – kulinarisch verwöhnt.



SALON SIEGER 2015


Kategorie Welschriesling
2014 Welschriesling Klassik Holzberg
Winzerhof Rögner, Grossengersdorf, Niederösterreich

Kategorie Grüner Veltliner klassisch
2014 Grüner Veltliner Kamptal DAC Classic Sachsenberg
Weingut Kapellenhof Fam. Fischer, Walkersdorf, Kamptal

Kategorie Grüner Veltliner kräftig
2014 Grüner Veltliner Reserve Halterberg
Weingut Gerald Waltner, Engelmannsbrunn, Wagram

Kategorie Riesling 

2013 Riesling Kremstal DAC Kremser Pfaffenberg
Winzer Krems, Krems, Kremstal

Kategorie Burgundersorten klassisch 

2014 Chardonnay Selektion
Franz Lentsch, Podersdorf, Burgenland

Kategorie Burgundersorten kräftig

2013 Chardonnay Reserve
Karl Alphart, Traiskirchen, Thermenregion

Kategorie Alt-Österreich/autochthone
2014 Kreuzweingarten Zierfandler/Rotgipfler
Gustav Krug, Gumpoldskirchen Thermenregion

Kategorie Sauvignon Blanc
2014 Sauvignon Blanc
Weinbau und Heuriger Schüttkastenstüberl Urban, Wullersdorf, Weinviertel

Kategorie Schmeckerte
2014 Gelber Muskateller Rosengarten
Weingut Kodolitsch, Seggauberg, Südsteiermark

Kategorie Fruchtige Rotweine
2013 Blauer Zweigelt Classic
Weingut Hagn, Mailberg, Weinviertel


Kategorie Zweigelt
2012 Blauer Zweigelt Grande Reserve »Gigama«
Franz Leth, Fels am Wagram, Wagram

Kategorie St. Laurent & Pinot Noir
2012 Pinot Noir Reserve
Weingut Dopler, Tattendorf, Thermenregion

Kategorie Blaufränkisch
2013 Blaufränkisch »Jois«
Erich Scheiblhofer, Andau, Burgenland

Kategorie Cuvées und andere Sorten
2012 »Massiv«
Weingut Keringer, Mönchhof, Burgenland

Kategorie Spätlese/Auslese (Weiß)
2013 Traminer Auslese
Hofkeller Fürst Liechtenstein, Wilfersdorf, Weinviertel

Kategorie Hohe Prädikate (Weiß & Rot)
2008 Chardonnay TBA
Weingut Payer, Apetlon, Burgenland


Falstaff Chefredakteur Peter Moser hat die SALON Siegerweine 2015 verkostet – seine Beschreibungen lesen Sie im nächsten Falstaff Magazin, das am 10. Juli erscheint.







17.06.2016 - KAMPTALER WEINE BEI OLYMPIA IN RIO 2016



Wer bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) die Medaillen holen wird, ist ungewiss. Sicher ist eines: Wenn im „Austria House“ auf österreichische Siege angestoßen wird, dann ist Wein aus Österreichs größter Weinstadt Langenlois im Glas. Das Ursin Haus Langenlois ist nach London (2012) und Sotchi (2014) wieder Supporter des Österreichischen Olympischen Comités und liefert die besten Weine an die Copacabana.

Dass Rot-Weiß-Rot dort nicht nur in sportlicher Hinsicht einen bemerkenswerten Auftritt haben wird, dafür sorgt das ÖOC mit dem legendären „Austria House“. Hier treffen einander Athleten, Betreuer, Journalisten und Vertreter aus Wirtschaft, Tourismus und Politik. „Mit der Klubzentrale des Traditionsklub FR Botafogo haben wir einen idealen Standort gefunden“, so ÖOC-Präsident Dr. Karl Haus vorbei.“ Hier stehen rund 800 Quadratmeter zur Verfügung, allen voran die Gala-Hall für Abend-Empfänge und eine Holzterrasse für 450 Gäste.

Kamptaler Wein wird an diesem Brennpunkt österreichischer Gastfreundschaft und Sportbegeisterung einen wichtigen Platz einnehmen. Dafür sorgen heuer Weine der Spitzenweingüter Bründlmayer, Rabl, Steininger, Topf, Hubert Traxler, Markus Gruber und Schloss Gobelsburg. Die Weine werden von den Winzern zur Verfügung gestellt, die Logistik und Organisation übernimmt das Ursin Haus, die große Gebietsvinothek in Langenlois. „Olympische Spiele sind eine ganz besondere Bühne für den Kamptaler Wein“, freut sich Tourismus-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz.





27.04.2016 - Verzweifelter Kampf der Winzer gegen Frostschäden

Frostnächte von der Wachau bis ins Mittelburgenland bedrohen den Jahrgang 2016. Die Winzer sehen aber nicht tatenlos zu

Die Zeit nach dem Austrieb der Weinpflanzen Ende April/Anfang Mai ist die heikelste, wenn es um Frostnächte in den Weinbauregionen geht. Wetterkapriolen wie sie dieser Tage beobachtet werden mussten kommen also zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Fast alle Weinbaugebiete des Landes waren in der Nacht von Montag auf Dienstag mit eisigen Temperaturen konfrontiert. Mancherorts wurden bis zu Minus vier Grad verzeichnet. Verschärft wurde die Lage dadurch, dass sich nicht nur Kälteseen gebildet haben, sondern auch obere Luftschichten im Minusbereich waren und das gefürchtete Phänomen des Strömungsfrostes aufgetreten ist. Deshalb waren offenbar verbreitet auch höher gelegene Hanglagen betroffen. Die Falstaff-Redaktion erreichen Meldungen von teils massiven Frostschäden von der Wachau bis ins Mittelburgenland. Wie groß das Ausmaß der Schäden tatsächlich ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, zumal für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schon wieder Frost prognostiziert wird.

Besorgniserregende Meldungen aus allen Richtungen

Falstaff Chefredakteur Wein, Peter Moser, hat sich von den Schäden in der Wachau persönlich ein Bild gemacht. »Die Stimmung unter den Winzern ist sehr schlecht«, berichtet Moser. Der Frost hat diesmal sogar Hanglagen und beste Lagen betroffen, wo doch normalerweise die Ebene stärker gefährdet ist. In den Spitzer Gräben wurden gar minus vier Grad gemessen. Heinz Frischengruber, der Kellermeister der Domäne Wachau, bestätigt ebenfalls verbreitete Frostschäden, will aber noch keine Katastrophenstimmung schüren: »Wir haben noch die Hoffnung, dass es mancherorts nur die Triebspitzen erwischt hat«. Ähnlich besorgniserregend ist die Situation im benachbarten Kremstal und Kamptal.

Wagram, Wien, Weinviertel

Am Wagram scheint die Situation ambivalent zu sein, während mancherorts ebenfalls bis zu minus vier Grad gemessen wurden, könnten einige Weingärten haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschrammt sein. »Die Junganlagen sind dahin«, berichtet der Wagramer Winzer Robert Direder, »bei den Ertragsweingärten dürfen wir aber noch einmal Glück gehabt haben.« Aus Wien und dem Weinviertel erreichen uns Meldungen, nach denen sich die Frostschäden in Grenzen halten dürften. Bedauernswerte Ausnahmen dürften Poysdorf und Herrenbaumgarten sein.

Carnuntum und Neusiedlersee

Schwer getroffen hat es aber offenbar zahlreiche Weingärten in Carnuntum. Eine geknickte Christina Netzl erzählt von massiven Schäden, die trotz Gegenmaßnahmen nicht verhindert werden konnten (siehe auch Foto unten). Ähnlich schwer getroffen dürfte es die Winzer in und um Gols haben. Gerhard Pittnauer sagt im Gespräch mit Falstaff, dass es »ziemliche Schäden« gibt. »Es wurden sogar die Hanglagen in Mitleidenschaft gezogen, ich kann mich nicht erinnern, dass das bei Spätfrost jemals so massiv der Fall war.«

Thermenregion

In der Thermenregion ist wieder einmal Tattendorf am schlimmsten betroffen. Franz Landauer hat Temperaturen zwischen minus 1 und minus 3 Grad gemessen. »Vereinzelt sind die Schäden schon offensichtlich. Wie umfangreich die Einbußen sind, können wir aber noch nicht sagen. Jetzt bereiten wir uns schon auf die nächsten Frostnächte vor.«

Burgenland und Steiermark

Frost wurde auch vom Leithaberg, aus dem Mittelburgenland, dem Südburgenland und der Steiermark gemeldet. Dem Vernehmen nach halten sich die Schäden aber in überschaubaren Grenzen und beziehen sich vor allem auf Junganlagen oder bekannte Risikozonen. Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager hofft, dass sich die Schäden als nicht so schlimm herausstellen, wie sie im Moment aussehen. »Einen ersten Überblick werden wir erst in den nächsten Tagen haben. Einbußen sind auf jeden Fall da, aber wir hoffen noch, dass die Triebe durchschieben und weitertreiben«.

Kampf mit allen Mitteln

Der Kaltlufteinbruch hat die Winzer nicht unvorbereitet getroffen. Auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind, wurde alles versucht, um die Schäden zu minimieren. Am weitesten verbreitet ist die Methode, die Weingärten mit dichtem Rauch einzuhüllen, um die Triebe zu schützen. Denn wenn die Sonne aufgeht, werden die teils gefrorenen Blättchen zu schnell erwärmt und die Zellen platzen auf. Die gleiche Idee liegt der Frostberegnung zugrunde, bei der die Pflanzen gezielt mit einer dünnen Eisschicht überzogen werden. In der gefährlichsten Zeit bei Sonnenaufgang schützt das Eis vor zu schneller Erwärmung. Noch spektakulärer ist die Hubschauber-Methode, bei der tatsächlich Hubschrauber über die Weingärten fliegen, um die Kälteseen aufzuwirbeln. All diese Maßnahmen haben aber nur dann Sinn, wenn die Quecksilbersäule nicht zu tief fällt. Bei minus vier Grad hilft nur noch beten.






08.03.2016 - Spannung bei Grünem Veltliner und Riesling



Bei den klassischen Weißwein-Kategorien Grüner Veltliner und Riesling war es ein sehr spannendes Trophy-Rennen, weil hier der knifflige 2014er-Jahrgang stark vertreten war. Die Skepsis war weitgehend unbegründet, denn die besten Weine sind von hervorragender Qualität, auch wenn der Jahrgang insgesamt etwas unregelmäßig und herausfordernd war.

Die Kategorien Grüner Veltliner wie auch Riesling teilten sich die Herkünfte Wachau und Kamptal untereinander auf – nicht zum ersten Mal übrigens. Beim Grünen Veltliner siegte mit „Lamm“ von Schloss Gobelsburg ein Kamptaler Spitzenwein vor dem großen Winzer Franz Hirtzberger mit „Honivogl“ und Geheimtipp Sighardt Donabaum, allerdings mit einem ebenfalls zugelassenen 2013er-Jahrgang. Bei den Rieslingen feierte Emmerich Knoll einen Doppelsieg mit Vinothekfüllung vor Schütt; dahinter ein Heiligensteiner aus Langenlois, wiederum von Schloss Gobelsburg.
Trophy Grüner Veltliner

Gold
Schloss Gobelsburg
2014 Grüner Veltliner Lamm Kamptal DAC Reserve – 18,1 Punkte

Silber
Franz Hirtzberger
2014 Grüner Veltliner Honivogl Smaragd – 17,9

Bronze
Sighardt Donabaum
2013 Grüner Veltliner Der mächtige S. Dona aus der Almenreith – 17,8



Trophy Riesling

Gold
Weingut Knoll
2014 Riesling Vinothekfüllung Smaragd – 18,3

Silber
Weingut Knoll
2014 Riesling Dürnsteiner Schütt Smaragd – 18,2

Bronze
Schloss Gobelsburg
2014 Riesling Zöbinger Heiligenstein Kamptal DAC Reserve – 18,0





03.03.2016 - Lebenswerk -Trophy

Manfred Tement erhielt die Auszeichnung "Lebenswerk-Trophy" 2016

Für seine herausragende Pionierarbeit in Sachen steirischer Wein im Allgemeinen und für die Sorte Sauvignon Blanc im Speziellen erhielt Manfred Tement gestern, Mittwoch, die Vinaria Trophy für das Lebenswerk verliehen!


Eiserner Wille, goldenes Händchen

„Entscheidungen treffen und ihnen treu bleiben“, so könnte man den Lebensweg von Wein-Pionier Manfred Tement (Berghausen) übertiteln. Dass Tement seine Ziele nicht nur mit eisernem Willen verfolgt, sondern auch ein „goldenes Händchen“ beim Treffen von Entscheidungen beweist, ist gut für ihn und für den österreichischen Wein.

Früh, sehr früh musste Manfred Tement in den elterlichen Weinbaubetrieb einsteigen. Sein Vater war plötzlich verstorben, und so packte der junge Manfred gemeinsam mit Mutter Edina an. Kein leichtes Los für einen jungen südsteirischen Winzer der 1970er-Jahre. Aber es ging aufwärts. Und dann kam der Erfolgsturbo für Tement in Gestalt des Weinskandals. Tement: „Plötzlich waren genau jene Weine gefragt, wie sie schon mein Vater immer gemacht hatte – trocken und säurebetont.“

Goldrichtig lag Manfred Tement auch mit seiner Entscheidung, auf Sauvignon Blanc zu setzen. „Wir hatten alle steirischen Rebsorten in den Weingärten, aber der Sauvignon mit seiner unglaublichen Vielfalt an Aromen hat mich am meisten fasziniert“, erzählt Tement heute. Die Weinwelt wurde aufmerksam auf den jungen Mann aus Berghausen, der da so eigenwillig seinen Weg ging. Rebschnitt bis auf wenige Augen, kompromisslose Selektion der Trauben, spätere Lese, temperaturkontrollierte Vergärung – alles Maßnahmen, die Manfred Tement als einer der Ersten in der Region umsetzte.

Heute ist das Weingut Tement unangefochtener Leitbetrieb der Südsteiermark und „Serienproduzent“ von 5-Sterne-Weinen. Die Pionierleistungen von 5-Kronen-Winzer Manfred Tement sind weithin anerkannt. Und mittlerweile ist die Familie gehörig angewachsen: Die Söhne Armin (mit Frau Monika) und Stefan sind voll in den Betrieb integriert, Ehefrau Heidi ist ebenso Teil des Unternehmens wie Mutter Edina. Die Adresse des Weinguts ist auch Hinweis auf die bedeutendste Lage der Tements: Zieregg.

Der Blick von diesem Bergplateau reicht bis ins Nachbarland Slowenien. Dort besitzt Tement mit dem slowenischen Teil des Zieregg (Ciringa) sogar eine länderübergreifende Lage.





 
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