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Weinshop24 - Wein News - Ausgabe Juni 2012 Weinshop24 - Wein News - Ausgabe Jänner 2012

Aktuelle Themen:

05.05.2013 - Kremstal DAC: Die Cup-Sieger

Franz Türks Riesling und Leopold Müllers Grüner Veltliner sind die Falstaff Favoriten des Jahrgangs 2012.

Die Erwartungen an den Jahrgang 2012 waren groß und wurden, so viel kann man nach der Verkostung der klassischen DAC-Weine mit einem Alkoholgehalt von bis zu 12,9 Volumenprozent sagen, auch wirklich erfüllt. In den Weingärten gab es eine relativ frühe Traubenreife, die Winzer konnten sich über extrem gesundes Material freuen. Und doch war wieder einmal Geduld gefragt, denn dieser Umstand verleitete manch unerfahreneren Winzer auch zu einer zu frühen Lese. Die wirklich guten Weine wurden im Kremstal erst Ende Oktober und Anfang November gelesen. Wer alles richtig machte, der hat aus allen Kategorien überzeugende Weine, denn speziell die Säurestruktur ist jener aus dem Vorgängerjahrgang 2011 deutlich überlegen, was vor allem beim Riesling entscheidend war.

Sehr guter Gesamteindruck
Die Grünen Veltliner zeigen sich elegant und ausgewogen, sie besitzen einen klaren Sortenausdruck und gefallen durch eine präzise Frucht und eine ansprechende Würzigkeit. Nur dort, wo die Winzer zu schnell mit der Weinlese begonnen haben, fehlt es wegen zu geringer Säure an Lebendigkeit und Extrakt. Diese Weine sollten eher rasch konsumiert werden, weil es ihnen dadurch auch an Reifepotenzial mangelt. Dass vereinzelt versucht wurde, dieses Manko durch Aufsäuern der Moste zu korrigieren, kann den sehr guten Gesamteindruck nicht mindern.

Die besten Rieslinge
Man darf sich also auf die Kategorie der DAC-Weine freuen, zumal auch das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Weine mit Fug und Recht als trinkanimierend bezeichnet werden kann. Nicht weniger als 110 Weine wurden für die diesjährige Falstaff-Probe eingereicht, statt­liche 20 Weine erreichten 90 Punkte oder mehr. Der Sieger in der Rebsortenkategorie Riesling heißt Franz Türk aus Stratzing, der mit seinem Riesling DAC vom Kremser Weinzierlberg die Jury begeisterte. Die Lage Weinzierlberg ist die südlichste Urgesteinsformation im Weinbaugebiet Kremstal am linken Donauufer, an sie schließt (getrennt nur durch den Bründlgraben) die legendäre Kremser Sandgrube mit ihren mächtigen Lössböden an, wo der Grüne Veltliner optimale Bedingungen vorfindet. Der zweite Platz geht an Franz Proidl aus Senftenberg für den Riesling DAC aus der Lage Rameln, einem Terrassenweingarten auf Urgestein, der zwischen Senftenberg und Imbach am linken Ufer des Kremsflusses liegt. Den dritten Rang erreichte Martin Nigl vom Wein-Gut Nigl, ebenfalls aus Senftenberg, mit seinem Riesling DAC Dornleiten.


Blick von der Lage Altenberg auf die Altstadt von Stein und den ­Donaustrom / Foto: Niederösterreich Werbung / Barbara Krobath

Erstklassige Grüne Veltliner
Aus der großen Gruppe der präsentierten Grünen Veltliner, die einmal mehr den geologischen Facettenreichtum des Kremstals widerspiegelten (der hier aus Löss, Konglomerat und Urgestein gebildet wird), setzte sich diesmal ein Wein vom rechten Donauufer durch. Den ers­ten Platz belegt das Weingut Müller aus Krustetten aus der Subregion Göttweiger Berg. Die Großlage Kremser Kogl erstreckt sich auf der Bergflanke von Krustetten in Richtung Hollenburg und bringt auf Konglomeratböden stoffige Grüne Veltliner mit feiner Frucht hervor. Den zweiten Platz holte sich Josef Schmid aus Stratzing mit dem Grünen Veltliner DAC Kremser Weingärten, der durch Balance und Frische überzeugte. Die Bronzemedaille geht an das Weingut Salomon Undhof für den Grünen Veltliner DAC mit der Bezeichnung Wieden & Berg. Hier verbindet Bertold Salomon die Frische und Mineralik von Trauben aus Terrassenlagen mit der cremigen Textur seiner bekannten Clos-Lage zu einem harmonischen Ganzen. Fazit: Der Jahrgang 2012 ist im Kremstal erstklassig ausgefallen, der Weinfreund kann nach Herzenslust aus dem Vollen schöpfen.


Die Cup-Sieger 2013

Riesling
Kremstal DAC 2012

1. Platz
Riesling DAC Kremser Weinzierlberg
Weingut Türk, Stratzing

2. Platz
Riesling DAC Rameln
Weingut A. und F. Proidl, Senftenberg

3. Platz
Riesling DAC Dornleiten
Wein-Gut Nigl, Senftenberg


Grüner Veltliner
Kremstal DAC 2012

1. Platz
Grüner Veltliner DAC Kremser Kogl
Weingut Müller, Krustetten

2. Platz
Grüner Veltliner DAC Kremser Weingärten
Weingut Josef Schmid, Stratzing

3. Platz
Grüner Veltliner DAC Wieden & Berg
Weingut Salomon Undhof, Stein/Donau





23.04.2013 - So viel Weinfrühling gab’s noch nie!

Die Weinbaugebiete Kamptal, Kremstal und Traisental machen gemeinsame Sache: Mehr als 150 Winzer öffnen am 27. und 28. April ihre Weingüter und Keller und laden zu einem Weinfrühling, wie man ihn in dieser Dichte noch nicht erlebt hat.

Verlässlich wie der Frühling kommen sie, die Feste rund um die neuen Weine des aktuellen Jahrgangs in den Weinregionen Niederösterreichs. Die bekannten Weinbauregionen Kamptal und Traisental hatten solche Feste schon in den vergangenen Jahren.
Was neu ist: dass sie sich diesmal, verstärkt durch das Weinbaugebiet Kremstal, auf einen Termin, einheitliche Öffnungszeiten und gemeinsame Organisation und Bewerbung dieser Veranstaltung entschlossen haben.

Herkunft im Fokus
»Gemeinsam werben, gemeinsam genießen« heißt die Devise. Natürlich stehen die Verkostungen der Grünen Veltliner und Rieslinge des aktuellen Jahrgangs 2012 von Kamptal DAC, Kremstal DAC und Traisental DAC im Fokus, aber auch leichtere, duftige Sommerweine und andere Klassiker der Gebiete kann man probieren. Darüber hinaus werden außergewöhnliche Extras geboten. So wird etwa im Kamptal ein Kleinbus auf Abruf bereitstehen und die Gäste um 1 Euro pro Fahrt und Person innerhalb des Kamptales transportieren. Im Traisental bieten ausgebildete Weinbegleiter Führungen an, bei denen man viel über Klima, Böden, Pflanzen und Tiere der Region erfährt. Und sogar ein Hubschrauber wird mit all denen abheben, die die Traisentaler Weingärten einmal von ganz oben betrachten wollen. Natürlich haben sich auch die Gastronomiebetriebe der drei Täler einiges einfallen lassen, und so werden in manchen Betrieben Weinfrühlingmenüs oder spezielle Wein-Degustationsmenüs angeboten.

Nur 10 Euro für zwei Tage
Überaus moderat der Preis für dieses Verkostungsvergnügen: Um 10 Euro erhält man ein Eintrittsband, mit dem man sich an beiden Tagen (27./28. April, 10–18 Uhr) nach Herzenslust durch die drei Weinbaugebiete durchkosten kann!


22.04.2013 - Federspiel-Cup 2013: Die Gewinner

Das Weingut Tegernseehof und die Domäne Wachau stehen am Siegerpodest

Das Jahr 2012 war in der Wachau geprägt von Wetterkapriolen, von Regen, Hagel, viel Sonnenschein und Hitze, aber auch von einem perfekten Herbst mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten. Roman Horvath, MW, der mit der Domäne Wachau einen wesentlichen Teil zur Wachauer Gesamtproduktion beisteuert, zeigt sich begeistert von der Qualität und Dualität des Jahrgangs 2012 und bringt dessen Charakter auf den Punkt: »Reif, mit rassiger Säure und toller Balance bietet der Jahrgang beides: frühen Trinkgenuss und gute Lagerfähigkeit.« Im Jahr 2012 folgte auf eine sehr lange, sehr kalte Winterphase (die dieses Mal in der Wachau aber nur geringe Frostschäden hinterließ) ein früher Austrieb mit früher Blüte. Vom Spätfrost, der in manchen anderen Gebieten Niederösterreichs am 17. Mai großen Schaden anrichtete, blieb die Wachau größtenteils verschont. Gutes Laubmanagement während des durchwegs warmen Sommers war sehr wichtig, um Sonnenbrandschäden an den Trauben zu verhindern. Die Bewässerungsmöglichkeit in den Terrassenlagen half, die Trockenperiode im Sommer gut zu überstehen. Nach einem schönen Sommer und einem von gutem Wetter begleiteten Spätsommer begann die Lese bereits Mitte September.

Ein Niveau wie selten zuvor
Im weiteren Verlauf konnte die Ernte aufgrund der kühleren Witterung bis in den November hinausgezögert werden. Das Ergebnis waren physiologisch voll ausgereifte Trauben, was zu kräftigen Weinen mit harmonischer Säure führte. Das Resultat ist ein sehr guter Jahrgang, der in der Wachau – im Gegensatz zu anderen Regionen – auch mengenmäßig zufrieden­stellend ist. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich für die Falstaff-Federspiel-Prämierung Weine in großer Zahl einstellten, die – und so viel sei gerne vorweggenommen – auf einem qualitativ so hohen Niveau waren wie noch selten zuvor.

»Federspiel«: Botschafter österreichischer Weißweinkultur
Seit vielen Jahren hat das Falstaff-Magazin die erfreuliche Aufgabe, in enger Zusammenarbeit mit dem Wachauer Gebietsschutzverband Vinea Wachau den jeweils neuen Jahrgang jener Weine zu präsentieren, die die eingetragene Markenbezeichnung »Federspiel« tragen dürfen. Als Ausdruck für ihr striktes Qualitätsdenken haben die Mitglieder der Vinea Wachau – und das sind so gut wie alle Winzer des Weinbaugebiets – ihre besten Weine mit den Marken Steinfeder®, Federspiel® und Smaragd® versehen. Diese Marken stehen für das Bekenntnis zu naturbelassener Weinproduktion, absolut gesicherter Herkunft und strikter Selbstkontrolle. Sie gelten weltweit als Botschafter österreichischer Weißweinkultur – für das Weltkultur­erbe Wachau in besonderer Form. Und nicht nur in Österreich sind diese Marken einzigartig, in ganz Europa gibt es kein zweites Beispiel. Vor allem aber dienen sie als Orientierungshilfe für Weinliebhaber, erlauben sie doch im Bereich der trockenen Weiß- und Roséweine eine Einteilung in drei Gewichtsklassen gemäß ihrem natürlichen Alkoholgehalt.

Klassisch trocken und nuancenreich
Aus Sicht der Produktionsmenge ist die mittlere Kategorie, das »Federspiel«, die mit Abstand wichtigste. Was also darf man von einem Federspiel-Wein erwarten? Einen klassisch trockenen Wein, nuancenreich und mit klarem Sortencharakter. Als Federspiel® werden Weine mit einem Mostgewicht ab 17° KMW und einem Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 12,5 Volumenprozent bezeichnet. Der Begriff »Federspiel« stammt aus der Falkenjagd (es diente dem Zurückholen des Beizvogels), einer in früheren Zeiten in der Wachau beliebten Form herrschaftlicher Jagd. Zugelassen für diese Weinkategorie sind alle in der Wachau üblichen Weißweinsorten, es dominieren Grüner Veltliner und Riesling, beliebt sind aber auch Gelber Muskateller, die weißen Burgundersorten und der für die Wachau so typische Neuburger. Auch Roséweine können diese Markenbezeichnung tragen.

Grüner Veltliner: Die Sieger
Eine beachtliche Phalanx von exakt 100 verschiedenen Grünen Veltlinern wurde aus dem Jahrgang 2012 vorgestellt, am Ende konnte die Domäne Wachau diese Gruppe mit dem Federspiel aus der Paradelage Loibenberg für sich entscheiden. Mit hauchdünnem Abstand auf die weiteren Plätze verwiesen wurden das Weingut Franz Hirtzberger mit dem »Roten Tor« sowie – ebenfalls aus Spitz – das Weingut Karl Lagler mit dem Grünen Veltliner Federspiel aus der Lage Burgberg.

Die Top-Rieslinge
Ähnlich knapp gestaltete sich das Rennen um den besten Riesling, das mit knapp 60 Weinen auch nicht gerade schwach besetzt war. Die größte Zustimmung hatte am Ende Martin Mittelbach vom Weingut Tegernseerhof in Unterloiben, dessen Riesling Federspiel Terrassen zum Sieger gekürt wurde. Platz zwei belegt das Weingut Josef Jamek, das sich mit seiner gesamten Federspiel-Serie sehr positiv in Szene setzen konnte. Der dritte Rang ging wiederum an die Domäne Wachau für den exzellenten Riesling Federspiel vom 1000-Eimer-Berg in Spitz.

Gelber Muskateller: Comeback einer aromatischen Rebsorte
In Sachen Sortenvielfalt war der Gelbe Muskateller die mit Abstand stärkste Gruppe, hier zeichnet sich ein kleines Comeback dieser aromatischen Rebsorte in der Wachau ab. Der beste Vertreter in dieser Probe kam vom Weingut Josef Jamek in Joching. In Sachen Neuburger hatte das Federspiel aus der Lage Gasslreith von Roman Gritsch vom Weingut Rupert und Erika Gritsch in Spitz die Gunst der Jury klar auf seiner Seite.

Punkte Treffer: 179 Sortierung:
Bewertung Weinnamen Winzer
92 Grüner Veltliner Federspiel Burgberg 2012

Weingut Lagler Spitz/Donau
Wachau €€
92 Grüner Veltliner Federspiel Loibenberg 2012

Domäne Wachau Dürnstein
Wachau €€
92 Grüner Veltliner Federspiel Rotes Tor 2012

Weingut Franz Hirtzberger Spitz/Donau
Wachau
92 Riesling Federspiel Ried Klaus 2012

Weingut Jamek Weißenkirchen
Wachau €€€€
92 Riesling Federspiel Terrassen 2012

Tegernseerhof – Mittelbach Dürnstein
Wachau €€€
91 Grüner Veltliner Federspiel Kirchensteig 2012

Kartäuserhof Weißenkirchen
Wachau
91 Grüner Veltliner Federspiel Loibner Klostersatz 2012

Weingut F. X. Pichler Dürnstein
Wachau
91 Grüner Veltliner Federspiel Spitzer Point 2012

Weingut Johann Donabaum Spitz/Donau
Wachau
91 Grüner Veltliner Federspiel Steiger Alte Reben 2012

Weingut Josef Fischer Rossatz
Wachau €€
91 Grüner Veltliner Federspiel Vorder Seiber 2012

Weingut Jäger Weißenkirchen
Wachau €€
91 Riesling Federspiel 1000-Eimer-Berg 2012

Domäne Wachau Dürnstein
Wachau €€€
91 Riesling Federspiel Achleiten 2012

Kartäuserhof Weißenkirchen
Wachau
91 Riesling Federspiel Dürnsteiner 2012

Weingut Alzinger Dürnstein
Wachau
90 Grüner Veltliner Federspiel 2012

Weingut Rudi Pichler Wösendorf
Wachau €€
90 Grüner Veltliner Federspiel Achleiten 2012

Kartäuserhof Weißenkirchen
Wachau



05.04.2013 - Österreichs Weinexporte nach Deutschland im Umbruch

Mit einem Anteil von ca. 60% aller Exporterlöse ist und bleibt Deutschland der mit Abstand wichtigste Exportmarkt für Österreichs Wein. Im letzten Jahrzehnt wiesen die Importzahlen des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden (DESTATIS) und die Exportzahlen der Statistik Austria (ÖSTAT), die im Unterschied auch Reexporte nicht österreichischer Weine enthalten, eine ähnlich positive Entwicklung auf. Die gelieferte Menge österreichischer Wein nach Deutschland hat sich seit 2002 zwar um rund ein Drittel reduziert, jedoch konnte die Wertschöpfung und der Durchschnittspreis zugunsten Österreichs Winzer um ein Vielfaches gesteigert werden

Österreichs Wein verzeichnet im abgelaufenen Jahr in Deutschland wieder markante Zuwächse sowohl in der Menge als auch im Wert. Die vorläufigen Ergebnisse der Statistikinstitute übertreffen selbst die Schätzungen der Österreich Wein Marketing (ÖWM) vom Januar 2013. Die Importzahlen für Wein aus Österreich der DESTATIS weisen ein Ergebnis von 28,3 Mio. Liter (+13%) zu 57,2 Mio. Euro (+10%) aus. Nach der Exportstatistik des österreichischen Pendants, der ÖSTAT, wurde eine Menge von 34,6 Mio. Liter (+6%) zu einem Erlös von 76,0 Mio. Euro (+6%) nach Deutschland geliefert. Die Differenz von 6,3 Mio. Liter Wein erklärt sich zum größten Teil daraus, dass die Statistik Austria, so wie fast alle EU-Länder, die Gesamtexporte aus Österreich erhebt und in den Zahlen daher auch Reexporte ausländischer Weine enthalten sind. Bei den Reexporten handelt es sich um ein wichtiges Segment für den österreichischen Weinhandel, jedoch nicht um Wein mit österreichischer Herkunft, die je nach Jahrgang zwischen 4 bis 9 Mio. Liter ausmachen können. Neben dem Hauptexportmarkt Deutschland entwickeln sich 2012 auch die Märkte Schweiz, USA, Niederlande und die Hoffnungsmärkte wie China und Japan besonders positiv.




04.04.2013 - Wieder neuer Rekordumsatz beim Weinexport

Die vorläufigen Exportzahlen der Statistik Austria vom März 2013 belegen einen historischen Rekorderlös der heimischen Weinwirtschaft im Jahr 2012. Sie weisen eine Gesamtexportmenge von 47,4 Mio. L zu einem Gesamtwert von 132,2 Mio. € aus, was jeweils einer Steigerung von ca. 5% zum Vorjahr entspricht. Dies ist besonders erfreulich, da die Erwartungen für den Weinexport durch die geringe Weinernte 2012 und den dadurch höheren Eigenbedarf im Inland gedämpft waren

Der Grundstein der seit Jahren kontinuierlich steigenden Exporterlöse und des jetzigen Rekordumsatzes liegt in der positiven Entwicklung der Flaschenweinexporte und der derzeit signifikant niedrigen Fassweinzahlen. Wurde im Jahr 2002 fast dreimal so viel Fasswein als Flaschenwein exportiert (2002: 55 Mio. L Fass, 19,5 Mio. L Flasche) veränderte sich diese Relation bis zum Jahr 2012 stark zugunsten der Flaschenweine. Im abgelaufenen Jahr wurden über fünfmal mehr Flaschenweine als Fassweine exportiert (2012: 7,2 Mio. L Fass, 40 Mio. L Flasche). Dadurch kam es im Ausland, als auch im Inland zu massiven Verschiebungen der Marktanteile in einzelnen Preisklassen, weg von Billigprodukten hin zu Preis-Leistungssegmenten zwischen 3 und 6 Euro.

„Österreichs Winzer haben 2012 endlich auch im wichtigsten Exportmarkt Deutschland wieder signifikant zulegen können“, freut sich Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing. „Neben den starken Zuwächsen in den Hauptexportmärkten Deutschland, Schweiz, USA und Niederlande tragen jetzt auch die kontinuierlichen Exportinitiativen in schwierigen Hoffnungsmärkten wie China und Japan Früchte.“




01.02.2013 - Drei neue STK-Mitglieder: Wolfgang Maitz, Hannes Sabathi und Erwin Sabathi

Die Gruppe der steirischen Terroir & Klassikweingüter steht nun mit zehn Betrieben für steirische Spitzenlagen.

Wein von unverwechselbarem Charakter zu produzieren und das Typische aus dem Terroir von Spitzenlagen herauszuarbeiten – dieses Ziel verfolgen die vielfach ausgezeichneten steirischen Weingüter Gross, Lackner-Tinnacher, Neumeister, Erich & Walter Polz, Sattlerhof, Tement und Winkler-Hermaden seit vielen Jahren. 2008 haben sich die sieben Winzer zur Gruppe der Terroir & Klassikweingüter (STK) zusammengeschlossen, um die Stärken des steirischen Weins und das Potenzial seiner Spitzenlagen nachhaltig zu kommunizieren. Nun, fünf Jahre danach, erhält die Vereinigung beträchtliche Verstärkung. Mit Wolfgang Maitz, Erwin Sabathi und Hannes Sabathi verpflichten sich weitere drei Spitzenwinzer den Idealen der Gruppe. »Die Philosophie und Qualität dieser drei Weingüter steht für uns außer Zweifel – die Herausforderung dabei ist, sie in einen langsam gewachsenen Freundeskreis aufzunehmen, in dem gegenseitige Wertschätzung eine ganz zentrale Rolle spielt«, erläutert Willi Sattler vom Weingut Sattlerhof. Durch die Erweiterung der Gruppe werden neue und noch mehr Weine aus südsteirischen Spitzenlagen unter dem Gütesiegel STK verfügbar.


V. l.: Manfred Tement, Erwin Sabathi, Katharina Tinnacher, Christoph Neumeister, Hannes Sabathi, Wolfgang Maitz, Michael Gross, Walter Polz, Willi Sattler, Georg Winkler-Hermaden

Die neuen Mitglieder
Die Familie Wolfgang Maitz bewirtschaftet seit 1957 ihr Weingut in Ratsch an der Südsteirischen Weinstraße und reüssiert mit würzigen, vielschichtigen Weinen aus den Spitzenlagen Schusterberg, Hochstermetzberg und Krois. »Wir freuen uns auf regen Gedankenaustausch und gegenseitigen Ansporn, um unsere leidenschaftlich erzeugten Herkunftsweine nach außen zu tragen. Gemeinsam für das Ansehen und die Weiterentwicklung unserer Weinregion zu arbeiten, ist eine erfüllende Herausforderung«, so Wolfgang Maitz jun.

Und auch Erwin Sabathi hat gemeinsam mit den STK-Winzern viel vor: »Der Beitritt zu den STK Weingütern bedeutet uns sehr viel – mit viel Engagement und Begeisterung werden wir zukünftig in dieser Gemeinschaft für die Weiterentwicklung des Steirischen Weines und seiner großartigen Lagen tätig sein.« Die Tradition des Weinguts Erwin Sabathi in Pössnitz-Leutschach reicht bis 1938 zurück. Das Weingut verfügt über Rieden in den hervorragenden Lagen Pössnitzberg, Poharnig und Jägerberg.

Hannes Sabathi bewirtschaftet seit 2005 das Familien-Weingut am Gamlitzer Kranachberg. Dort und am Jägerberg kultiviert er die Trauben für ausdrucksstarke, herkunftsbetonte Weine: »Unser einzigartiges Terroir in den Wein zu bringen, ist mein oberstes Ziel. Das drückt sich in meinen Weinen meist mit extremer Mineralität und Geradlinigkeit aus. Gemeinsam mit den Winzern der STK werde ich mich auch weiterhin für das internationale Renommee des Steirischen Weins einsetzen.«

Zukunftspläne
Dank dieser Verstärkung kann die Gruppe der Terroir & Klassikweingüter die STK-Lagen-Klassifizierung dynamisch vorantreiben und noch intensiver die Botschaften vom Premium-Wein aus der Steiermark verbreiten. Zum Beispiel mit Hilfe eines neuen, der hohen Qualität der Weine angemessenen Präsentationskonzepts und zahlreichen Auftritten im In- und Ausland. Als Sprecher und Koordinator der STK-Gruppe fungiert der bekannte Sommelier Arno Bergler.





20.01.2013 - Weinexporterlöse steigen trotz knapper Vorräte

Steigende Exporterlöse und Durchschnittspreise

Das Volumen der österreichischen Weinexporte wird trotz der guten Ernte 2011 nicht markant steigen, weil durch den Spätfrost vom 18. Mai die Erntemenge 2012 bei der Hauptsorte Grüner Veltliner nach 2010 erneut kritisch niedrig ausfiel. Diese sich bereits im Frühjahr abzeichnende Weißweinknappheit führte zu anhaltend hohen Fassweinpreisen und Beschaffungsengpässen in den unteren Preisklassen bis 2 €. Durch Zuwächse in höheren Preisklassen konnten andererseits die Exporterlöse weiter gesteigert werden. Dies zeigen die vorläufigen Zahlen der Statistik Austria (I-IX 2012) und Hochrechnungen der ÖWM (auf Basis X-XII 2011). Sie gehen von einer Gesamtexportmenge von 46 Mio. L zu einem Gesamtexporterlös von 128,5 Mio. € aus. Markant ist auch der weiterhin niedrige Anteil der Fassweine mit nur mehr 8 Mio. L. Damit konnten die heimischen Winzer den Durchschnittspreis aller Exporte weiter auf 2,79 €/L erhöhen


06.12.2012 - Rotweingala: Hans Nittnaus ist Falstaff-Sieger 2012

Der Golser Erfolgswinzer überzeugte mit seinem Pannobile 2010, der mit 94 Falstaff-Punkten prämiert wurde.

Auch in diesem Jahr wurden die Ergebnisse der Falstaff Rotweinprämierung wieder mit Spannung erwartet. Bis zuletzt wurde das Geheimnis rund um die Sieger und die besten Rotweine des Landes gut gehütet, um im Rahmen der VIG & Falstaff Rotweingala 2012 in der Wiener Hofburg gelüftet zu werden. Zu diesem Anlass hatte sich die Rotweinelite des Landes versammelt: 95 österreichische Rotweinwinzer präsentierten rund 280 Spitzenkreszenze, von denen ausgewählte mit den begehrten Bestplatzierungen in den Sorten- und Gesamtrankings bedacht wurden.

Anita und Hans Nittnaus gewinnen Gesamtwertung
Als Gesamtsieger ging das Weingut Anita und Hans Nittnaus aus Gols mit dem Pannobile 2010 aus der diesjährigen, 33. Falstaff-Rotweinprämierung hervor.
Das Weingut kann sich nach dem Sieg bei der VIG Reserve Trophy mit Comondor 2006 nun über diese höchste Rotweinauszeichnung im Lande freuen. »Der Pannobile 2010, den die Jury als punkthöchsten Wein des Finales zum neuen Falstaff-Sieger auserkoren hat (94 Falstaff-Punkte), ist ein klares Bekenntnis zu einem ureigenen österreichischen, in diesem Fall pannonischen Rotweinstil. Eine Komposition aus den Rebsorten Blauer Zweigelt und Blaufränkisch brachte John Nittnaus den Erfolg«, so Falstaff-Chefredakteur Peter Moser über den Sieger-Wein.

Gerhard Markowitsch und Paul Achs auf dem Siegertreppchen
Platz zwei ging an das Weingut Gerhard Markowitsch aus Göttlesbrunn in Carnuntum. Die stoffige Cuvée Rosenberg 2010, bestehend aus Blauem Zweigelt und den internationalen Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon überzeugte bei der Verkostung. Den dritten Platz gewann mit Paul Achs aus Gols ein ausgewiesener Spezialist der Rebsorte Blaufränkisch, in diesem Fall mit dem hervorragenden Blaufränkisch Spiegel 2010. (beide Weine ebenfalls 94 Punkte)

Vienna Insurance Group Falstaff Reserve-Trophy 2012
Den begehrten Titel für gereifte Spitzenweine in der Reserve-Kategorie holte sich, gegen eine hochklassige Konkurrenz von mehr als 190 Mitbewerbern, das Weingut Günter & Regina Triebaumer aus Rust mit dem grandiosen Blaufränkisch Reserve Oberer Wald 2009. (96 Falstaff-Punkte)

Falstaff Zweigelt-Grand-Prix 2012
Eine Vorschau auf den Jahrgang 2011 bot die Bewertung der jungen Blauen Zweigelt-Weine. Unter rund 200 Weinen konnte sich schließlich das Weingut Paul Achs mit Zweigelt Alte Reben als Grand Prix-Sieger durchsetzen (92 Falstaff-Punkte).
Mehr zum Zweigelt-Grand-Prix lesen Sie hier.

Der Weg zum Falstaff-Sieger der 33. Rotweinprämierung
Um die besten österreichischen Rotweine des Jahrgangs 2010 zu ermitteln, verkosteten die Falstaff-Weinexperten in den vergangenen Wochen fast 1.100 Weine. Die Herausragendsten davon bewertete eine Fachjury erneut. In diesem Finaldurchgang wurden als punkthöchste Weine, aus allen Kategorien des Jahrgangs 2010, die drei Falstaff-Sieger sowie die Falstaff-Sortensieger bestimmt und aus den gereiften Weinen des Jahrgangs 2009 und älter die Gewinner der Vienna Insurance Group Falstaff Reserve-Trophy ermittelt.


DIE AUSGEZEICHNETEN WEINE UND WINZER IM ÜBERBLICK

Die Falstaff-Sieger 2012
1. Pannobile 2010 – Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols (94 Falstaff-Punkte)
2. Rosenberg 2010 – Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn (94 Falstaff-Punkte)
3. Blaufränkisch Spiegel 2010 – Weingut Paul Achs, Gols (94 Falstaff-Punkte)

Vienna Insurance Group – Falstaff Reserve-Trophy 2012
1. Blaufränkisch Reserve Oberer Wald 2009 – Weingut Günter und Regina Triebaumer, Rust (96 Falstaff-Punkte)
2. Blaufränkisch Tannenberg 2009 – Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols (96 Falstaff-Punkte)
3. massive a. rot 2009 SY/ZW/ME – Weingut Artner, Höflein (96 Falstaff-Punkte)

Zweigelt-Grand-Prix 2012
1. Zweigelt Alte Reben 2011 – Weingut Paul Achs, Gols (92 Falstaff-Punkte)
2. Zweigelt Rubin Carnuntum 2011 – Weingut Trapl, Stixneusiedl (92 Falstaff-Punkte)
3. All Red 2011 – Weingut Vinum Pannonia Allacher, Gols (92 Falstaff-Punkte)

Blaufränkisch
1. Blaufränkisch Spiegel 2010 – Weingut Paul Achs, Gols (94 Falstaff-Punkte)
2. Blaufränkisch Perwolff 2010 – Weingut Krutzler, Deutsch Schützen (94 Falstaff-Punkte)
3. Blaufränkisch Bärnreiser 2010 – Weingut Hans und Philipp Grassl, Göttlesbrunn (94 Falstaff-Punkte)

Cabernet Sauvignon
1. Cabernet Sauvignon 2010 – Weingut Erich Scheiblhofer, Andau (91 Falstaff-Punkte)
2. Cabernet Sauvignon Tribun 2010 – Weingut Taferner, Göttlesbrunn (91 Falstaff-Punkte)
3. Cabernet Sauvignon Aubühel 2010 – Weingut Franz und Christine Netzl, Göttlesbrunn (91 Falstaff-Punkte)

Cuvée
1. Pannobile 2010 – Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols (94 Falstaff-Punkte)
2. Rosenberg 2010 – Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn (94 Falstaff-Punkte)
3. Xur 2010 – Weingut Werner Achs, Gols (94 Falstaff-Punkte)

Merlot
1. Merlot Bärnreiser 2010 – Weingut Franz und Christine Netzl, Göttlesbrunn (92 Falstaff-Punkte)
2. Merlot Rotundo 2010 – Weinbau Gottschuly-Grassl, Höflein (92 Falstaff-Punkte)
3. Merlot Reserve 2010 – Weingut Anton Bauer, Feuersbrunn (92 Falstaff-Punkte)

Pinot Noir
1. Pinot Noir Holzspur 2010 – Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf (93 Falstaff-Punkte)
2. Pinot Noir Reserve 2010 – Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn (93 Falstaff-Punkte)
3. Pinot Noir Best of 2010 – Winzerhof Landauer-Gisperg, Tattendorf (93 Falstaff-Punkte)

St. Laurent
1. St. Laurent Reserve 2010 – Weingut Hans und Philipp Grassl, Göttlesbrunn (92 Falstaff-Punkte)
2. St. Laurent Reserve 2010 – Weingut Juris, Gols (92 Falstaff-Punkte)
3. St. Laurent Zagersdorf 2010 – Weingut Rosi Schuster, St. Margarethen (92 Falstaff-Punkte)

Syrah
1. Syrah 2010 – Weingut Toni Hartl, Reisenberg (92 Falstaff-Punkte)
2. Syrah 2010 – Weingut Erich Scheiblhofer, Andau (92 Punkte Falstaff-Punkte)
3. Syrah Schüttenberg 2010 – Weingut Franz und Christine Netzl, Göttlesbrunn (92 Punkte Falstaff-Punkte)

Zweigelt
1. Schwarz Rot 2010 – Schwarz Wein, Andau (92 Falstaff-Punkte)
2. Zweigelt Salzberg 2010 – Weingut Vinum Pannonia Allacher, Gols (92 Falstaff-Punkte)
3. Zweigelt Haidacker 2010 – Weingut Franz und Christine Netzl, Göttlesbrunn (92 Falstaff-Punkte)



Der Falstaff Rotweinguide 2013
Der Leitfaden für Österreichs Rotweine erscheint heuer zum 16. Mal und liefert alle Fakten rund um den prämierten Jahrgang 2010. Rund 1.100 Weine von mehr als 389 Betrieben wurden dazu in wochenlanger Arbeit verkostet, bewertet und beschrieben. Das Fazit der Marathonverkostung: »Mit dem Jahrgang 2010 hatten die heimischen Rotweinwinzer alle Hände voll zu tun«, so Juryleiter und Falstaff Weinchefredakteur Peter Moser, »aber zu guter Letzt haben sie die Probleme, die durch das durchwachsene Wetter entstanden, mit Bravour gemeistert.«

Das 306 Seiten umfassende Standardwerk aus dem Verlagshaus Falstaff, gibt einen breiten Querschnitt über Österreichs Rotweinlandschaft, ist Einkaufshilfe, Nachschlagewerk und Buch zum Schmökern sowie zum Verschenken. Bei jedem Wein sind der Ab-Hof-Preis und der Kontakt mit Internet-Adresse des Weinguts angegeben. Für alle Schnäppchen-Jäger: die übersichtliche Kennzeichnung und Auflistung »Best-Buy« für Weine mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch eine wachsende Zahl an Bio-Weinen ist im Falstaff-Rotweinguide als solche gekennzeichnet.

Der Falstaff Rotweinguide ist zum Preis von € 14,90 im österreichischen Buch- und Zeitschriftenhandel und über das Online-Bestellformular zu beziehen: www.falstaff.at/rotweinguide2013


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Erstellungsdatum: 05.12.2012



09.09.2012 - Burgunder-Trophy 2012: Auftritt der jungen Meister

Unter den burgenländischen Weißweinwinzern brillieren immer öfter junge, talentierte Kellermeister.

Der Chardonnay begann erst Ende der 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts, sich im Burgenland auszubreiten, und zählt heute zu den beliebtesten Qualitätsweißweinen des Bundeslands. Das spiegelt sich auch in der Zahl der zur Burgunder-Trophy eingereichten Proben wider, wo der Chardonnay mehr als die Hälfte aller vorgestellten Weine ausmacht. Der Löwenanteil wird als fruchtbetonter trockener Weißwein im Edelstahl ausgebaut, die Weine verfügen über eine angenehme gelbe Apfelnote und eine lebendige, trinkanimierende Säure. Besonders wertvolle Trauben aus besten Lagen werden aber im Holzfass und teilweise nach internationalem Vorbild auch in kleinen französischen Eichenfässern ausgebaut. So entstehen komplexe, langlebige Speisenbegleiter, die den Vergleich mit der Konkurrenz aus aller Welt nicht scheuen müssen. 101 der zur diesjährigen Burgunder-Trophy eingereichten 203 Proben waren reinsortige Chardonnays, was die Bedeutung der Sorte auch aus der Sicht der Winzer unterstreicht.

Chardonnay 2011 - Sieger ohne Schnickschnack
Der Sieger beim klassisch ausgebauten Chardonnay aus dem Jahrgang 2011 kommt aus Andau: Hannes Reeh überzeugte die Jury mit seinem »Unplugged«. Der junge Kellermeister produziert nach seiner eigenen Definition »ohne jeglichen Schnickschnack«, er verwendet keinerlei Schönungsmittel, ­Enzyme oder Reinzuchthefen, verzichtet in ­guten Weinjahren sogar auf Filtration. So entstand ein kraftvoller, aber dennoch sehr trink­animierender Wein mit feiner Frucht. Auf Rang zwei platzierte sich Alleskönner Andreas Kollwentz aus Großhöflein mit seinem stoffigen Chardonnay Leithaberg 2011, der Jahr für Jahr zu den Sieganwärtern in dieser Gruppe zählt. Die Bronzemedaille ging an Axel Stiegelmar vom Golser Weingut Juris für den Chardonnay Altenberg 2011.


Heinz Velich, amtierender Falstaff Winzer des Jahres, zeigt mit Tiglat und Darscho große Klasse.

Chardonnay 2010 - Eleganz an der Spitze
In der Kategorie der kapitalen Chardonnays aus dem Jahrgang 2010 setzte sich einmal mehr Andi Kollwentz mit dem eleganten Tatschler 2010 an die Spitze, gefolgt vom zweiten großen Namen im burgenländischen Burgunder-Geschäft, nämlich Heinz Velich aus Apetlon mit Darscho 2010, dessen Finesse an jene eines großen Chablis heranreicht. Den dritten Rang holte sich der eher für seine tollen Rotweine bekannte Albert Gesellmann aus Deutschkreutz im Mittelburgenland, der mit dem kompakten Steinriegel 2010 punkten konnte.

Reife Weine - Große Trinkerlebnisse
In der Kategorie der gereiften Weine teilen sich Heinz Velich mit Tiglat 2006 und Andi Kollwentz mit Gloria 2007 den Sieg. Beide Weine haben jetzt ihre erste Trinkreife erreicht und bieten ein großes Trinkerlebnis. Auf Platz drei rangiert der Chardonnay ­Panta Rhei 2007, ein Wein aus dem Gemeinschaftsprojekt von Hans Schwarz und Heinz Velich, vinifiziert aus Trauben vom Leithaberg am Westufer des Neusiedler Sees.


»Altmeister« Andi Kollwentz dominiert die Burgunderszene.

Weißburgunder als Preis-Leistungs-Hit
Den zweiten Platz in der Gunst der Produzenten belegt der Weißburgunder, der im ­Burgenland ebenfalls weit verbreitet ist. Die Sorte stellt hohe Ansprüche an den Boden, doch an den richtigen Stellen gepflanzt bringt sie gute und regelmäßige Erträge. Der Pinot Blanc bringt substanzreiche Weine, die über ein gutes Reifepotenzial verfügen. Im Idealfall sollte ein Weißburgunder ein bis zwei Jahre lagern dürfen, bevor er seine volle ­Aromatik präsentiert. Als Jungwein ist er ein vielseitiger, aber oft noch etwas neutraler ­Essensbegleiter, was ihn offensichtlich etwas Popularität gekostet hat. Mit über fünfzig Proben war die Sorte bei der Trophy sehr gut ver­treten, in diesen Kategorien warten für den ­kundigen Weinfreund auch die besten Preis-Leistungs-Hits.

Weißburgunder 2010 und 2011 - Klassisch ausgebauter Erster
Der erste Platz beim klassisch ausgebauten Weißburgunder ging an den jungen Kellermeister Michael Kirchknopf vom Winzerhof Kirchknopf in Kleinhöflein bei ­Eisenstadt für den Pinot Blanc 2011 aus der Edition Michael Kirchknopf. Platz zwei holte sich Familie Prieler aus Schützen am Gebirge für den eleganten Pinot Blanc Seeberg 2011, gefolgt vom Ruster Weingut Landauer mit dem Pinot Blanc Alte Reben 2011. In der Kategorie der länger ausgebauten Weißburgunder ging der Sieg einmal mehr an Ester­házy Wein für den Pinot Blanc 2010 aus der ­Toplage Tatschler. Rang zwei ging an Tausendsassa Gernot Heinrich aus Gols für den mineralischen Weißburgunder Leithaberg DAC, und auch den dritten Platz belegte mit Hans & Andreas Gsellmann aus Gols ein Pannobile-Betrieb mit dem weißen Pannobile 2010, einem reinsortigen Weißburgunder aus der Lage Goldberg. Bestplatzierter Weißburgunder unter den ­gereiften Weinen war der Pannobile 2008 vom Weingut Renner aus Gols.


Rudi Wagentristl aus Großhöflein, Sieger der Kategorie Leithaberg

Grauburgunder 2010 und 2011 - Gehaltvolle trockene Weine
Die weißen Rebsorten der Burgunderfamilie haben im Burgenland eine jahrhunderte­alte Tradition. Den Anfang machte der Pinot Gris, der im Zuge der Mission der Zister­zienser aus Heiligenkreuz über das Burgund ins Land kam. Erstmals wird die Sorte urkundlich im Zusammenhang mit Mönchhof im 12. Jahrhundert genannt. Der ungarische Name dieser Mutation aus Blauem Spätburgunder lautet Grauer Mönch. Die Sorte ist in Österreich heute am weitesten im nördlichen Burgenland verbreitet und ergibt einen gehaltvollen trockenen Wein.

Der Sortensieg beim Jahrgang 2011 ging an Dr. Bichler aus Purbach für den Grauburgunder 2011, den zweiten Platz belegte Josef Umathum aus Frauenkirchen mit dem sehr eleganten Pinot Gris 2011. Der dritte Rang ging an Weinbau Tremmel aus Rust für den Grauburgunder 2011. Dass die Freistadt Rust für diese Sorte ein ­besonders gutes Pflaster zu sein scheint, zeigt sich am Ergebnis der länger ausgebauten Weine. Hier ging der Sieg an das Weingut ­Peter Schandl für den Pinot Gris Ried Kreften 2010, gefolgt vom Grauburgunder 2010 von Weinbäuerin Heidi Schröck, ebenfalls Rust. Platz drei ging an Gernot Heinrich für den Grauburgunder Hackelsberg 2010.

Neuburger 2011 - Spezialität in der Trophy
Der Neuburger, eine natürliche Kreuzung aus Rotem Veltliner und Sylvaner, ist zwar keine Burgundersorte, da er aber neben der Wachau und der Thermenregion vor allem im nördlichen Burgenland seine größte Verbreitung gefunden hat und im trockenen Bereich stilistisch durchaus mit den Burgundern zu vergleichen ist, wurde diese Spezialität in diese Trophy miteinbezogen. Zum besten Neuburger im klassischen Bereich wurde der Neuburger 2011 Toria vom Weingut Erwin und Sigrid Lehner aus Gols gewählt. Auch die Cuvées aus Burgundersorten und der ­weiße Leithaberg DAC wurden als separate Kategorien behandelt. So ergibt sich ein ­differenziertes Bild dieser Weißweine aus dem Burgenland, sowohl, was die aktuellen Weine, als auch, was die gereiften Spezialitäten betrifft.


Dr. Hans Bichler wiederholte seinen Sieg in der Kategorie Grauburgunder.

Cuvée 2010 und 2011 - Herausragende Weine
Bei den Cuvées konnte sich das Ruster Weingut Feiler-Artinger mit der Cuvée Gustav 2010 durchsetzen, einer feinen Marriage aus Chardonnay und Neuburger. Platz zwei holte Thomas Schwarz vom Weingut Kloster am Spitz aus Purbach mit der Cuvée Muschelkalk. Den dritten Rang belegte das Weingut Julius Steiner aus Podersdorf mit Laurentina weiß 2010, vinifiziert von Jungwinzerin Patrizia Steiner. Als spezielle Gruppe wurde Leithaberg Weiß 2011 behandelt, hier war das Weingut Wagentristl aus Großhöflein erfolgreich, den zweiten Platz holte sich der Grenzhof-Fiedler aus Mörbisch vor Birgit Braunstein aus Purbach. Das Angebot der weißen Burgunder-Weine aus dem Burgenland ist heute größer als je zuvor, und die Weine werden zu erfreulichen Preisen angeboten. Es lohnt sich daher, die Ergebnislisten der aktuellen Falstaff-Burgunder-Trophy genau zu studieren, fündig wird man in jedem Fall.

Punkte Treffer: 106 Sortierung:
Bewertung Weinnamen Winzer
* * * * * Tatschler 2010 CH
1. Platz
Weingut Kollwentz Großhöflein
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * * Gloria 2007 CH
1. Platz ex aequo
Weingut Kollwentz Großhöflein
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * * Tiglat 2006 CH
1. Platz ex aequo
Weingut Velich Apetlon
Neusiedlersee
* * * * * Chardonnay Steinriegel 2010
3. Platz
Weingut Gesellmann Deutschkreutz
Mittelburgenland
* * * * * Panta Rhei Chardonnay 2007
3. Platz
Weingut Panta Rhei Eisenstadt
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * (*) Chardonnay Lama 2010

Esterházy Wein Eisenstadt
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * (*) Chardonnay Lehmgruber 2010

Weingut Paul Rittsteuer Neusiedl/See
Neusiedlersee
* * * * (*) Leithaberg DAC weiss 2006 WB PB/WB

Weingut Prieler Schützen/Gebirge
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * (*) Pannobile 2008 WB

Weingut Renner Gols
Neusiedlersee
* * * * (*) Sixty-Four Weißburgunder Hengstgrube 2008

Weingut Georg Preisinger Gols
Neusiedlersee
* * * * (*) Chardonnay Unplugged 2011
1. Platz
Weingut Hannes Reeh Andau
Neusiedlersee
* * * * (*) Gustav 2010 CH/NB CH/NB
1. Platz
Weingut Feiler-Artinger Rust
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * (*) Leithaberg DAC weiß 2011 CH/WB CH/WB
1. Platz
Weingut Wagentristl Großhöflein
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * (*) Pinot Blanc Tatschler 2010
1. Platz
Esterházy Wein Eisenstadt
Neusiedlersee-Hügelland
* * * * (*) Pinot Gris Ried Kreften 2010
1. Platz
Weingut Peter Schandl





07.07.2012 - Birgit Eichinger gewinnt Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix 2012

Aus der aufwendigen Vergleichsverkos­tung, in der Falstaff die besten des Jahrgangs 2011 ermittelte gingen Sepp Dockner und Josef Schmid als ex aequo Zweitplatzierte hervor.

Kaum eine andere Rebsorte hat in den letzten Jahrzehnten einen derartigen Imagegewinn erfahren wie der Grüne Veltliner aus Österreich. Vom Status eines simp­len Heurigen- und Alltagsweins hat er es zu weltweiter Anerkennung gebracht und wird heute in einem Atemzug mit Rebsorten wie Riesling und Chardonnay genannt.

100 Weine im Finale
Eine besonders ausgeprägte Sortencharakteristik entwickelt der Grüne Veltliner als Kabinettwein. Der Förderung genau dieser Kategorie ist der »Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix« gewidmet. Eine Blindverkos­tung von 100 Weinen im großen Finale war die Grundlage für die Entscheidung über die drei besten Weine aus dem Jahrgang 2011. Nach mehreren Stunden konzentrierter Degustationsarbeit ging der Grand Prix für den besten Grünen Veltliner in der klassischen Kategorie an Birgit Eichinger aus Strass im Strassertal im Weinbaugebiet Kamptal.

Der Siegerwein
Die Trauben für den Siegerwein reiften auf der traditionsreichen Lage Wechselberg. Der Wein hat knapp 13 Volumenprozent und zeigt im Bukett eine feine frische Apfel- und Kräuternote, wie sie für den Veltliner typisch ist. Am Gaumen fördert ein angenehmes Säurespiel die Trinkfreude, zarte Orangennoten im Abgang künden vom Boden, in dem die Reben für diesen Kamptal-DAC-Wein wurzeln. Die Lage Wechselberg ist geprägt von Verwitterungsböden des Kris­tallins der Böhmischen Masse und ­kris­tallinem Schiefer, was dem Wein auch Leichtfüßigkeit und Feingliedrigkeit verleiht. Das Terroir hat auch wesentlich dazu beige­tragen, dass der Wein von Birgit Eichinger im allgemein säurearmen Jahr 2011 die passende Säure erhalten konnte. Die Winzerin kann als Veltliner-Spezialistin bezeichnet werden, denn in ihren Weingärten dominiert die Sorte mit einem Anteil von rund 60 Prozent. Mit 3,5 Hektar aus dem elterlichen Betrieb hat Eichinger ihr Weingut 1992 gegründet, heute ist es ein Vorzeigebetrieb mit neun Hektar in besten Strasser Traditionslagen.






 
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