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Der Jahrgang 2007

Nach sehr milden Temperaturen und wenig Schnee zu Jahresanfang zeigte der Winter im März doch noch kurz seine eisige Kraft ungewöhnlich große Neuschneemengen im Süden und Westen Österreichs waren noch mit spürbarer Kälte verbunden. Der Austrieb im Weingarten begann bereits sehr früh, und auch die Niederschläge traten den Wasserhaushalt sehr gut. Der April war bereits wieder ungewöhnlich warm und trocken. Lagen die Temperaturen 2-4,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt, so erreichte die Zahl der Sonnenstunden mit bis zu 317 bereits Rekordwerte, teilweise gab es fast doppelt so viel Sonnenschein wie üblich.
Auch im Mai und Juni waren die Temperaturen höher als im langjährigen Durchschnitt. Die Versorgung mit Feuchtigkeit war mehr als ausreichend. Sehr negativ schlugen im Juni die Unwetter zu Buche, die regional großen Schaden anrichteten. Durch starken Hagelschlag gingen große Teile der erhofften Ernte im Kremser Gebiet und der Thermenregion verloren. Auch am Leithagebirge gab es Einbußen. Der Juli begann mit Temperaturen leicht über dem Durchschnitt, doch eine Hitzewelle zwischen 15. und 20. Juli im Osten Österreichs brachte nicht nur die Urlaubsgäste ins Schwitzen, zeitweise war auch ein Arbeiten im Weingarten unmöglich. Mit 39,5 °C in Andau im Seewinkel wurde der absolute österreichweite Rekord von 40 °C nur knapp verfehlt. Die extreme Hitze war regional mit beinahe zwei Wochen dauernden Trockenperioden verbunden, was teilweise auch den Reben zusetzte.

Wo Bewässerung möglich war, konnte die Qualität wesentlich leichter gehalten werden. Die große Hitze in der zweiten Julihälfte führte zu Sonnenbrandschäden an den Trauben, sodass das Freistellen der Traubenzone auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde. Sogar an manchen Schattentrauben wurden Beeinträchtigungen festgestellt. Für die Lese bedeutete dies erhöhten Arbeitsaufwand – für hochwertiges Lesegut mussten geschädigte Trauben ausgesondert werden. Der August wies unterschiedliche Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse auf, war aber im Großen und Ganzen nicht außergewöhnlich. Die Regenmengen waren regional sehr unterschiedlich, lagen aber im Bereich des Üblichen. Der September erwies sich als eher kühl, wodurch ein Zuwarten mit der – erwartungsgemäß frühen – Lese nicht die erhoffte weitere Zunahme der Gradation brachte.

Probleme machte unter anderen der Regen zu Monatsbeginn: In Teilen Niederösterreichs und des Seewinkels gab es Regenfälle, die mehr als das Vierfache des Üblichen betrugen. Erfreulicherweise blieb die Steiermark davon verschont – genau andersrum als im letzen Jahr.

Die niedrigen Temperaturen hielten auch Folgeschäden aufgrund der Feuchtigkeit in beherrschbaren Grenzen. Die Lese war also durch die großen Regenfälle Anfang September sozusagen in zwei Phasen geteilt.

Das brachte zwei Effekte: Einerseits gab es eine kleine Erholungsphase für die Winzer, die im Keller den ersten Teil gut weiterverarbeiten konnten, bevor es mit der Weinlese weiterging. Andererseits zeigte sie auch, wer im Weingarten gute Arbeit geleistet hatte: Durch den kühleren September hielten sich zwar die Fäulnisschäden in Grenzen, aber es war kein markanter Reifefortschritt mehr zu beobachten. Eine qualitätsorentierte Ertragsbegrenzung wirkte sich heuer sehr positiv auf das Ernteergebnis aus. Im weiteren Verlauf gab es einen schönen Altweibersommer, wie auch der Oktober generell mit gutem Lesewetter versähnte. Angenehme Tages- und bereits frische Morgentemperaturen begünstigten eine sehr gute Aromabildung in den Trauben. In fast allen Weinbaugebieten war die Ernte Mitte Oktober abgeschlossen.

Wer für höhere Gradationen noch Trauben an den Reben hatte, musste durch Regenfälle in der letzten Oktoberwoche wesentlich mehr Arbeit aufwenden. Die nun beginnende Fäulnis musste in mehreren Lesedurchgängen aussortiert werden. In Summe lässt sich ein guter Jahrgang erwarten, der vor allem durch gute Arbeit des Winzers im Weingarten und den „Segen vom Himmel“ entstanden ist.

In Wien freuten sich die Winzer wieder einmal über eine gute Erntemenge. Fruchtigkeit und angenehme Säure, gute Sortencharakteristik der Weine, gepaart mit nicht zu hohem Alkoholgehalt, sind Faktoren, die bei den Konsumenten, beim Heurigen und in der Gastronomie gut ankommen werden.
Unübersehbar sind die Aktivitäten rund um den Wiener Wein, die zur wachsenden Beliebtheit der Weine aus der Bundeshauptstadt beitragen, allen voran die rund um die Landesprämierung veranstaltete Wiener Weingala im Rathaus, die sich zu einem echten Publikumsmagneten gemausert hat. Natürlich hat auch der Falstaff-Weinguide wieder neue Winzer aufgenommen.

Nun zu Niederösterreich: In der Wachau hingen auch Ende Oktober noch viele Trauben für Smaragdweine am Stock, die Lese zog sich bis Ende November in die Länge. Man war mit der Qualität in ganz Niederösterreich zu Recht sehr zufrieden. Die sehr gute Beurteilung beruht auf der im Vergleich zum Jahr 2006 wesentlich besseren Säure, außerdem gab es nur minimale Trockenschäden. Trotz guter Ausreifung gab es dennoch keine übermäßig hohen Gradationen, sodass Weine im Klassik- oder Steinfeder- bzw. Federspiel-Bereich in zufriedenstellender Menge geerntet werden konnten. Der Alkoholwert liegt um rund ein halbes bis ganzes Volumprozent niedriger als im Vorjahr.

Das hat einen sehr angenehmen Effekt für den Weinfreund: Selten stand die Terroirausprägung der Weine so im Vordergrund; der Jahrgang 2007 bietet tatsächlich die Möglichkeit, auch kleinste Unterschiede der verschiedenen Rieden in den entsprechenden Weinen zu ergründen.
Der Regen Ende Oktober brachte natürlich für die Winzer, die wegen der Prädikatsweine zuwarten wollten, mehr Arbeitsaufwand. Deutlich mehr Lesegänge waren notwendig, um geschädigte Trauben auszulesen. Interessanterweise präsentieren sich manche spätere Lagen oft als die besseren in diesem Jahr. Viele Winzer berichteten von der – nach Tagen gezählt – längste Lese seit Langem.
Das Echo aus allen Weinbaugebieten Niederösterreichs ist ziemlich homogen. Man freut sich über gute Erntemengen – gerade Grüner Veltliner scheint quantitativ hervorzustechen – und die besondere Fruchtigkeit. Gute und mittlere Lagen mit guter Wasserbindungskapazität brachten heuer die besten Weine. Die ausgeprägte Sortenaromatik ist it einer angenehmen Säure versehen, die den Charakter und auch Haltbarkeit unterstützt. Letztendlich haben dies auch die gesunden Trauben ermöglicht, die fasst wie im Vorjahr durch eine weitgehend gut planbare und ruhige Lese bis in die dritte Oktoberwoche, in der Wachau wie üblich auch deutlich später, eingebracht werden konnten.

Lediglich in den Gebieten mit Hagelschlag – das Kremstal, das Traisental und die Thermenregion waren besonders betroffen- vermisst man aus 2007 so manchen Lagenwein. Vom Frühjahr an zeigten sich die Rieslinge in toller Form, engmaschig und voll Frische, da aber auch die weißen Burgundersorten und die Grünen Veltliner sehr gut ausgefallen sind, wäre es vermessen, von einem dezidierten „Rieslingjahr“ zu sprechen.

Heuer kommen die Weißweinfreunde jedenfalls voll und ganz auf ihre Kosten. Eine bedeutende formelle Änderung aus Niederösterreich sei auch noch vermeldet: Das südöstlich ans Kremstal anschließende Gebiet Donauland heißt seit 2007 nun hochoffiziell Wagram.

Seit 1995 umfasste das Weinbaugebiet Donauland die Teilgebiete Wagram (2450 ha) nördlich und Klosterneuburg (350 ha) südlich der Donau. Die klimatische und geologische Eigenständigkeit beider Gebiete erschwerte die Schaffung einer einheitlichen Identität. Nach dem qualitativen Aufstieg vieler Betriebe am Wagram nördlich der Donau wuchs der Wunsch nach einem eigenständigen Weinbaugebiet. Um eine Zersplitterung der österreichischen Weinlandschaft zu verhindern, entschloss man sich zu einer Umbenennung des Weinbaugebietes Donauland in Wagram. Für Klosterneuburg südlich der Donau wurde eine eigene Großlage Klosterneuburg innerhalb des Weinbaugebiets Wagram geschaffen, um die Bedeutung dieser historisch wichtigen Gegend hervorzuheben.

Der trockene, heiße Sommer mit dennoch ausreichender Wasserversorgung brachte auch im Burgenland sehr fruchtige Weißweine hervor. Sowohl Frühsorten als auch spätere Lagen bestechen durch gute Sortenausprägung und tiefe Aromatik.
Die Rotweine sind sehr farbintensiv, die Blaufränkischen weisen eine ausgeprägte Frucht und Würze auf. Auch Blauer Zweigelt und Pinot Noir präsentieren sich markant und fruchtbetont. Manche Hagelschäden – vom Leithagebirge bis ins Mittelburgenland – konnten nicht kompensiert werden, man rechnet mit einer etwas geringeren Erntemenge. Die Lese war auch im Burgenland schon am 20. Oktober zum größten Teil beendet. Die gesunden Trauben lassen auf einen sehr guten Jahrgang hoffen, der auch längere Zeit Freude bereiten wird. Man darf besonders auf die Blaufränkisch-Weine gespannt sein, zahlreiche führende Winzer haben sich mit Österreichs spannendster Rotweinsorte für die Zukunft einiges vorgenommen, eine anlässlich der VieVinum 2008 in der Hofburg durchgeführte Präsentation mit den Fassproben aus 2007 gibt zu den besten Hoffnungen Anlass.

Ein sehr fruchtiger Jahrgang wartet in der Steiermark auf die Weinfreunde, sofern im Weingarten mit entsprechender Mengenreduktion auf Qualität geachtet wurde. Der große Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht begünstigte die Aromabildung, für welche die steirischen Weine so berühmt sind. Vom Regen weitgehend verschont, blieb bis zum Schluss eine hervorragende Traubenqualität erhalten, die auch die Lese vieler Lagen- und Prädikatsweine ermöglichte – und auch damit war man bereits Mitte Oktober fertig. Die Erntemenge lag über dem Durchschnitt, und das obwohl die Prädikatsweine aufgrund des geringeren Ertrages ja eine Mengenverringerung darstellen. Man kann, so viel steht nach den Verkostungen fest, in der Steiermark mit Sicherheit vom besten Jahrgang seit 1997 sprechen.
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