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Der Jahrgang 2008

Das Jahr begann mit wenig Schnee und einem milden Winter – die Steiermark verzeichnete sogar den drittwärmsten Jänner seit Beginn der Aufzeichnungen 1931. Auch im Februar lagen die Lufttemperaturen knapp 3 °C über den Durchschnittswerten, im Burgenland sogar mehr als 3,5 °C darüber. In der Steiermark wurden zu Monatsende sogar über 20 °C gemessen. Der März begann und endete warm, um die Osterzeit in der zweiten Monatshälfte gab es jedoch einen neuerlichen Wintereinbruch, die Niederschlagsmengen waren durchschnittlich bis leicht erhöht. Auch der April verlief ohne Besonderheiten. Die Niederschläge waren in den Weinbaugebieten unterschiedlich stark, besonders ein erstes heftiges Unwetter im Kremser Raum am 22. April brachte dort mehr als die doppelte Wassermenge auf den Boden; ansonsten war es eher zu trocken. Der Mai war im Westen Österreichs überdurchschnittlich warm, in den Weinbaugebieten war die Temperatur allerdings nur leicht erhöht, und zwar um 0,5 bis 1,5 °C. Dazu kam der rasche Wechsel eines Kaltlufteinbruchs um den 20. Mai mit einer frühsommerlichen Hitzewelle – in Graz wurden zu Monatsende 34,9 °C gemessen. Die Niederschläge waren durchschnittlich, eher zu karg, die Sonne schien öfter als gewohnt. Der Juni zeichnete sich nicht nur durch einen Temperatursturz und nachfolgende Hitze aus, sondern auch die Niederschläge prägten bereits das Weinjahr. Bis zu 300 % über dem Durchschnitt lagen die Werte im Gebiet südlich von Wien; in der Südsteiermark kam doppelt so viel Regen vom Himmel wie sonst. Die Sonne schien eher selten. Der Juli war durch zahlreiche Gewitter sehr feucht, Eisenstadt kam fast auf die dreifache Niederschlagsmenge. Leider waren dabei in allen Gebieten auch viele Hagelschauer zu verzeichnen. Auch der August sparte nicht mit Niederschlägen, die Temperaturen blieben durchschnittlich mit einem häufigen Wechsel warmer und kühler Tage. Der September war eher kühl, ein markanter Kaltlufteinbruch ab dem 13. September brachte einen Temperatursturz um 10 bis 15 °C. Dazu kamen kurzzeitig reichliche Niederschläge, auch wenn die Gesamtsumme nur durchschnittliche Werte ausweist. Der Oktober verlief relativ freundlich bis kühl mit vereinzelten Regenfällen, wobei in manchen Gebieten lang anhaltender Nebel zu verzeichnen war.

Niederösterreich und Wien: frisch und fruchtig
Hätte man vorher gewusst, wie schön der Oktober noch wird, so hätte man vielfach mit der Lese noch zuwarten können. Doch viele Winzer gingen lieber auf Nummer sicher oder mussten zur Bewahrung der Traubengesundheit zeitgerecht ernten. Die Feuchtigkeit sorgte für eine größere Erntemenge, den erlittenen Schäden zum Trotz. Weite Teile Niederösterreichs hatten im September mit einem besonderen Problem zu kämpfen: Es gab viel Nebel, der bis weit über Mittag anhielt, verbunden mit relativ angenehmen Temperaturen um die 20 °C. Dies führte dazu, dass Botrytis, aber auch andere weit weniger erwünschte Arten von Fäulnis, oft über Nacht entstand, was dann schnellstmögliches Reagieren notwendig machte. Ansonsten hatten die hühlen Monate September und Oktober zu keiner starken Gradationserhöhung geführt, da das Laub keine Leistung mehr brachte.
Die Trauben nahmen dadurch kaum an Zuckergraden zu, teilweise waren diese im Frühherbst noch beängstigend niedrig. Damit stehen beim Jahrgang 2008 die gute Fruchtigkeit, der straffe Körper, der angenehme Alkoholgehalt und ein markantes Säuregerüst im Vordergrund. Wer seine Hausaufgaben im Weingarten gemacht hatte, konnte sich aber den Lesetermin aussuchen, um schöne und gut ausgereifte Trauben einzubringen. Unterstrichen von einer frischen Säurestruktur, kommt der Charakter der einzelnen Rebsorten in diesem Jahr sehr gut zum Ausdruck. Konsequente Selektion und späte Lese haben aber auch zu einer tollen Mineralstoffaufnahme in den Trauben geführt. Die Weine zeigen sich daher zwar mit etwas geringerem Alkoholgehalt, aber durchaus straff, komplex und strukturiert. Sowohl Grüne Veltliner wie auch Rieslinge brachten – wenn auch oft etwas unerwartet – ausgezeichnet Ergebnisse. Den Geduldsrekord stellten wieder einmal die Wachauer Winzer auf, die manche Smaragdweine erst im Dezember lesen konnten.

Burgenland: große Hagelschäden
Im Osten Österreichs begannen Ende Mai die Niederschläge, die viel Laubarbeit nötig machten, um Fäulnis zu vermeiden. Ein gewaltiger Hagelschauer die Neusiedlersee-Weinregionen. Gute Arbeit im Weingarten wurde aber dieses Jahr mit schöner frischer Frucht und einer angenehmen Säure belohnt. Die Rotweine sind gut gedeckt, die Blaufränkisch-Weine zeigen sich mit einer ausgeprägten Frucht und Würze. Auch Zweigelt und Pinot Noir präsentieren sich markant und fruchtbetont. Der moderate Alkoholgehalt wird den Jahrgang leicht trinkbar machen, und die höhere Erntemenge wird für eine entsprechende Verfügbarkeit der Weine sorgen.
Insgesamt sind die Weine recht ansprechend ausgefallen, die Mengen bei den hochwertigen Produkten werden wohl etwas geringer sein.

Steiermark: überzeugende Qualität
Der Jahrgang 2008 ist auch in der Stiermark geprägt durch die längere Hängezeit der Trauben, die durch eine verlängerte Vegetationsperiode möglich wurde. Auch hier zeigen die Weine im leichteren Bereich bis 13 Vol.-% Alkoholgehalt nach einem kühlren Sommer, einem passablen September mit weit weniger Regen als in Niederösterreich und einem prachtvollen Oktober bereits eine schöne Stoffigkeit und eine ausgeprägte Aromatik. Bei den Spätlesen und Reserve-Weinen ist der Alkoholgehalt im Vergleich zum wärmeren Jahrgang 2007 durchschnittlich ein halbes Prozent geringer.

Die Weine zeigen eine gut integrierte, reife Säure, sie präsentieren sich nerviger und mineralischer als der Vorgängerjahrgang, der eher die weißen Burgundersorten bevorzugte. Diesmal sind die aromatischeren Sorten leicht im Vorteil, die klassischen Steierer wie Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc brillieren in allen Gewichtsklassen mit überzeugender Fruchtigkeit. In manchen Betrieben wurde die Ernte noch mit edelsüßen Weinen bis hinauf zur TBA gekrönt. Einziger Wermutstropfen waren die Hagelschläge, die während der Blüte und im Sommer beträchtlichen Schaden anrichten.
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